Samstag, 1. August 2009

Robin Hood im Vasilikos-Forest

Die bunten Pfeile schwirren wieder tief im kleinen Föhrenwald vor der Villa Levante, seitdem Martin den ganzen gestrigen Tag geschuftet und eine perfekte Bogensport-Infrastruktur aufgebaut hat. Zzzinnng, zzzonnng - schwirrt es in der Nachmittagsbrise, wenn Jung & Alt sich im edlen Sport an Reiterbögen, Langbögen und Compound-Geräten üben. Auch der gute Amor hätte seine Freude damit. Wer weiß, wen diese Woche seine Pfeile treffen? Auch sonst hat heute zur SOAK-Halbzeit eine regelrechte Kursbluttransfusion stattgefunden. Viele neue Kursleiter/innen, wie Claudia (Meeresbiologie & Freitauchen), Julio (Latin Dance), Marios & Julie (griechische Lieder) , Sascha (Fotografie), Lucia (Malerei), Gabi (Kinderzirkus) etc. sind in Vasilikos eingetrudelt, um mit kreativem Vollgas in die quirligen August-Wochen zu starten. Let's SOAK!

Donnerstag, 30. Juli 2009

Land-Art mit Biss

Drei Wochen lang hat er mit allem, was Natur & Umfeld an unscheinbaren Fundstücken bietet, poetische Kunstwerke geschaffen und viele Teilnehmer(innen) zu kreativen Höchstleistungen inspiriert. Just als er heute sein Camp auf Nachbar Tirogalas naturbelassenem Strandgrundstück räumte, weckte Kursleiter Skip Grabner einen friedlich unter einem Holzstück schlummernden Skorpion, der ihm die Siesta-Störung umgehend mit einem saftigen Stachelhieb dankte. Autsch!! Gott sei Dank war Volleyballchef Helmut gleich in der Nähe und brachte den armen Skippy, der jaulend wie ein Känguru durch die Gegend sprang, flugs in ärztliche Hände, wo er weitere Pikser erdulden musste. Aber tapfer, wie alte Naturburschen so sind, lacht er schon wieder und nimmt die Erinnerung an seine Zante-schamanistische Initiation morgen mit in die Heimat. Kalo taxidi!

PS: Die Zante-Skorpion-Stiche sind zwar schmerzhaft, aber ansonsten nicht weiter gefährlich.

Mittwoch, 29. Juli 2009

Feuer aus in Dafni

Nach intensiven Löschmaßnahmen konnte nunmehr die Parole "Feuer aus" im Hinterland von Dafni-Beach gegeben werden. Die Flammen kamen den am Strand gelegenen Tavernen ziemlich nahe, es wurde Gott sei Dank aber niemand verletzt. Der Schaden an der Natur ist aber erheblich, umso schlimmer als der Brand direkt in der Zone des Meeresnationalparks wütete. Über die Ursache wird natürlich wild spekuliert, eine aus Athen entsandte Spezialeinheit ermittelt . Sommerakademiker/innen waren von diesem Vorfall in keiner Weise betroffen. Unser Küstenabschnitt ist ca. 6km von Dafni entfernt.

Montag, 27. Juli 2009

Auf Zante geht´s heiß her .......


Leider manchmal auch FEUERheiss, wenn ein paar Verrückte oder besser gesagt Kriminelle wieder einmal die sommerliche Hitze ausnützen, um Brandrodung zu betreiben. So wie heute in Daphne-Beach, wo leider tausende Quadratmeter üppigster Natur ein Raub der Flammen wurden. Die SOAK bzw. unser Küstenabschnitt war davon in keiner Weise betroffen, die Rauchsäulen hinter der Hügelkette Richtung Daphne/Mela leider jedoch nicht zu übersehen. Die Brandursache ist mit großer Wahrscheinlichkeit in dem seit Jahren schwelenden Streit zwischen dem Meeresnationalpark und Einheimischen zu suchen bzw. in rücksichtsloser Geschäftemacherei und Grundstücksspekulation. Obwohl dem Gesetz nach in abgebrannten Gebieten 10 Jahre lang nicht gebaut werden dürfte, sieht die (korrupte) Realität leider ganz anders aus. Opfer sind wie immer die wunderbare Flora und Fauna. Bei starken Regenfällen im Winter sind jedenfalls starke Hangrutschungen und Erosionen zu erwarten, da der schützende Baumbestand durch das Feuer dezimiert wurde. Die durch das Feuer am Strand eingeschlossenen Touristen wurden von Booten der Küstenwache in Sicherheit gebracht.

Dienstag, 14. Juli 2009

Wundersame Wesen am Strand

Mit Tonschlamm eingeschmierte, in Poseidonia-Gras gewälzte und in allen Farben schillernd bemalte Gestalten verzaubern & entzücken jeden Montag spätnachmittags die Besucher des Strandes von Gerakas. Doch nicht Aliens aus fernen Galaxien sondern Teilnehmer/innen von Skip Grabners Body-Painting-Session sorgen allwöchentlich für Gesprächsstoff und coole Fotomotive. Eigentlich wollte ich eine ordentliche Fotosession veranstalten, jedoch hätte ich vorher den Zustand der Akkus überprüfen sollen. Erstes Motiv gepeilt und dann eine Nikon ohne Saft - Frust pur. Der war aber rasch verflogen, als die hübsche Julia kurzer Hand ornamentieren durfte - machte mächtig Spass. Zu guter Letzt fiel mir glücklicher Weise ein, dass auch Handys Kameras eingebaut haben - na, was sagt ihr zu "Miss Gerakas"?

Sonntag, 12. Juli 2009

Klein aber oho ...

Die buntgetupfteste Gruppe in Vasilikos sind derzeit die SOAK-Kids. Egal, ob bei zwei Malgruppen mit Andrea, in der Tanzwerkstatt bei Tanja oder im Zirkus mit Eva - es wird gepinselt & body-ge-painted, gehippt & gehoppt, geclownt & ge-akrobatikt. Endlich nach Herzenslust kreativ sein dürfen, keine Noten verteilende Lehrer(innen) und vorallem relaxte Eltern. Nicht selten sieht man Vater & Sohn, Mutter & Tochter auch gemeinsam an einem Bild malend oder im Landart-Kurs von Skip Riesendrachen in die Landschaft bauend. Um den SOAK-Nachwuchs müssen wir uns ganz sicher keine Sorgen machen ...

Montag, 29. Juni 2009

In der "LOGOS" wird wieder gejammt ...

Die legendäre "LOGOS-Bar", einst knallvolles nächtliches Wohnzimmer der SOAK und schönster Open-Air-Tanzschuppen, verlor in den letzten Jahren aufgrund mehrerer Umstände immer mehr an Anziehungskraft. So eröffneten nahe der Hauptstadt große Nightclubs und "ersparten" vielen Städtern die längere Autofahrt, in Vasilikos sperrte der elegante "Altius-Club" auf und Yanni machte mit gemütlicher Atmosphäre, coolen Drinks und Applepie & Co sein "Coffehouse" zum meist besuchten Platz vor Ort. Last but not least sperrte dann noch die örtliche Bäckerei zu und der Kultfaktor des frühmorgendlichen "pain au chocolat"-Frühstücks auf dem glückselig nach durchtanzter Nacht in Angriff genommenen Nachhausewegs von der "LOGOS" fiel aus. Armer Costas. Doch der ist bekanntlich stur (was manchmal auch seine guten Seiten hat) und hielt trotz teilweise gähnend leeren Lokals und "IchsperrnächstesJahrnichtmehrauf-Gejammeres" offen. Heuer öffnete die "LOGOS" sogar schon Anfang Juni und siehe da - buntgetupftes Leben hält wieder Einzug. Abgesehen vom Tanzfaktor bietet die "LOGOS" eindeutig das beste Umfeld für Live-Konzerte, die besonders von den wunderbaren SOAK-Künstlern und -Künstlerinnen spontan veranstaltet werden. Heute Abend beispielsweise geigen Musical-Sängerin Conny Zenz samt Pianist und Percussion-Genie Andy Várkonyi auf, dass die Bretter wackeln. Morgen ist schließlich kursfrei, da kann lange geschlafen werden. Bleibt nur noch das Problem des Frühstücks auf dem morgendlichen Nachhauseweg zu lösen. Ich arbeite daran. Spätestens ab Freitag. Denn dann bin ich wieder in Vasilikos und werde euch täglich mit backofenfrischen News von der Sonneninsel versorgen!

Donnerstag, 25. Juni 2009

Kunst schmeckt großartig

Trotz einiger Wolken, die leider auch in den letzten Tagen über Zante hangen und einer Portion Nieselregen fand gestern in bester Stimmung und Gemütlichkeit die Vernissage am alten Bauernhof statt. Wieder erstaunlich, wie viele interessante Arbeiten in den Sparten Acryl und Aquarell entstanden. Alle freuen sich schon auf Aktzeichnen, das ab kommendem Samstag mit Skip Grabner als Kursleiter auf dem Programm steht. Anschließend wurde im Altius-Club die Nacht zum Tag gemacht. Auch unser Eselchen Ouzo, Wetter bedingt vorläufig in seiner befestigten "Villa" am Bauernhof untergebracht, frönt (im wahrsten Sinne des Wortes) immer mehr dem Kunstgenuss. Als sich die letzten Vernissage-Besucher entfernt hatten, machte er sich nämlich mit Kennerblick über einige in seiner Nähe verwahrte Kunstwerke, knabberte sie kräftig an und ist seitdem Acryl-Fan. Kunst schmeckt eben großartig und ist neben hartem Brot und Heu eine absolut willkommene Abwechslung für ihn. Die derart verkosteten Bilder wurden übrigens bereits wieder sachkundig restauriert ... kali orexi!

SOAK-Zuwachs

Syncharitiria!!! Großer Grund zur Freude für die SOAK-Familie. Unsere Yoga-Prinzessin Anastasia Stoyannides ist heute um 4.30 Uhr früh glückliche und erschöpfte Mutter eines entzückenden Töchterleins namens NEPHELI geworden. Papa Yannis war rechtzeitig von Athen nach Wien geeilt und konnte zumindest wichtige seelische Unterstützung bei der Hausgeburt leisten. Eltern und Babylaki sind zwar etwas müde, aber wohlauf. Anastasia wird somit ihren Yoga-Kurs auf Zante im August schon mit fröhlich-brabbelnder Unterstützung leiten und wir freuen uns schon alle auf Nepheli. Da der "Papas" ein renommierter Fotograf ist, werden die ersten Schnappschüsse wohl nicht lange auf sich warten lassen. Wir werden dann gleich updaten ...

Freitag, 19. Juni 2009

SOAK im "Gottesstaat"

Da wir in kreativ-imperialistischer Weise keinen Versuch ungenützt lassen wollen, das SOAK-Glücksgen über die ganze Welt zu verbreiten, haben wir auch den "Supreme Leader" des iranischen "Gottesstaates", Sayyed Ali Khamenei, befragt, ob bzw. unter welchen Bedingungen die Errichtung einer SOAK an den wunderschönen Gestaden des Persischen Golfes oder des Kaspischen Meeres zulässig wäre. Nachstehend ein kleiner Auszug seiner Antworten, die auch auf seiner Homepage (engl. Version/Rubrik Practical Laws of Islam) nachlesbar sind:

1) Malerei, Skulptur:
F: Wie ist die Auffassung hinsichtlich der Herstellung von Skulpturen oder beim Zeichnen lebendiger Wesen (Pflanzen, Tiere und Menschen)?

A: Es ist überhaupt nichts Nachteiliges an Skulpturen, Fotografien und Malereien von Geschöpfen, die keine Seele haben. Ebenso ist die Anfertigung von Skulpturen oder Malereien lebendiger Wesen, die eine Seele haben, nicht schädlich, insofern dies nicht dreidimensional oder in voller Größe erfolgt. Was die komplette Skulptur eines Menschen oder eines Tieres betrifft, so ist es ein Problem.

2) Tanz:
F: Wie ist die Ansicht bei der Gründung von Tanzschulen?

A: Die Gründung von Tanzschulen und die Förderung des Tanzens richten sich gegen die Ziele des Islamischen Systems.

3) Musik:
F: Wie sind die Vorschriften beim Hören von westlichen lahwī-Liedern (= vergnügende bzw. stimulierende Lieder) und Musik?

A: Es ist harām (= verboten bzw. tabu), lahwī-Musik (= vergnügende, stimulierende Musik) oder Lieder, die typisch sind für Zusammenkünfte von lahw und Unwahrheit, zu hören oder zu spielen, ungeachtet der Sprache, in der es komponiert ist oder des Ursprungslandes. Aus dem gleichen Grund ist es auch nicht erlaubt, sie zu hören.

Ich denke, wir bleiben doch lieber in Vasilikos ...
Unsere Gedanken sind jedenfalls bei jenen Menschen im Iran, die derzeit unter großem persönlichen Risiko für ein Leben mit mehr Freiheit, Gerechtigkeit und ohne ideologische Manipulation friedlich auf die Straße gehen.

Donnerstag, 18. Juni 2009

Fruchtiges Malen


In Josefs Acryl-Kurs herrscht Goldgräberstimmung. Das "Herz als Bergwerk" bekommt Gestalt und auch der Sand kommt nicht ungeschoren davon - er wandert vom Strand auf die Leinwand. So reimt sich Natur und Kunst. Bei Michi delektieren sich die Maler(innen) eher an weißen und schwarzen Maulbeeren, die Äste weise über ihren Arbeitsplätzen hängen. Auch Feigen & Granatäpfel drängen am alten Bauernhof schon nach ihrer Gestalt und verlangen danach, entweder leiblich oder künstlerisch verspeist zu werden. FRUCHTIGES MALEN - da baumelt nicht nur die Seele sondern auch die Frucht. Und wenn Assistentin Daya ihre betörende Musik einlegt (wenn es nicht gerade, wie heute - schallendes Gelächter verursachendes - "so this is christmas ..." ist), die sich angenehm-inspirierend über den Malplatz verströmt und liebevoll mal das eine oder andere erfrischende Nesfrappé organisiert, kommen die Musen von ganz alleine und küssen die vergnügte Malschar.

Dienstag, 16. Juni 2009

"SOAK-Glücksgen" beeinflusst die Wahrnehmung


Ob jemand eher die Sonnenseiten des Lebens sieht, hängt britischen Wissenschaftlern zufolge möglicherweise von einer Genvariation ab, die eine positive Sicht der Welt begünstigt. Im Rahmen der Studie haben die Forscher rund um Elaine Fox von der Universität Essex das Gen namens 5-HTTLPR-SOAK genauer untersucht, das beim Transport des "Gute Laune"-Stoffs Serotonin im Gehirn eine wichtige Rolle spielt.
Die Studie "Looking on the bright side: biased attention and the human serotonin SOAK-transporter gene" von Elaine Fox et al. ist in der aktuellen Ausgabe der "Proceedings of the Royal Society B" (25. Februar 2009, DOI: 10.1098/rspb.2008.1788) erschienen.
Quelle: science-orf.at und Abstract der Studie der Royal Society

Empfänglich für positives Material

Für ihre Studie zeigten die Wissenschaftler den 97 Versuchspersonen mehrere Bilderpaare aus drei verschiedenen Kategorien: Negative Bilder, die beim Betrachter Angst oder Stress auslösen, angenehme Bilder, wie jene des Strandes von Vasilikos, malender, tanzender, singender und dichtender Menschen sowie neutrale Bilder. Die Bildpaare waren jeweils aus zwei der Kategorien zusammengesetzt. Bei der Analyse der Reaktionen zeigte sich, dass die 16 Versuchspersonen mit einer langen Variante des Gens negatives Material auffällig mieden, während sie für positives Material besonders empfänglich waren. Bei den übrigen Teilnehmern, die das Gen in zwei kürzeren Varianten trugen, war es laut den Wissenschaftlern genau umgekehrt gewesen, wenn auch nicht ganz so deutlich ausgeprägt.


SOAK-Genvariation macht belastbarer

Dies deute darauf hin, dass die Neigung, das Gute im Leben zu sehen, ein "kognitiver Kernmechanismus" sei, der darüber entscheide, wie stressbelastbar ein Mensch sei.
Wie sagten schon Monty Pythons: "Always Look on the Bright Side of Life, la, la - lalalala - la,la :-)))))

Montag, 15. Juni 2009

NEUER SOAK-Kurs: Gai-da-ROREO














Heute stellen wir dir den neuesten Kurs in der SOAK vor: "Die Kunst des Eselkampfes" - Kursleiter: Sascha Osaka


Eselkampf (griechisch: gai-daroreo) ist ein altgriechisches Ritual, dessen Thema der Kampf eines Menschen gegen einen Esel ist. Die bekanntesten Eselkämpfe finden auf Zakynthos statt, aber auch in Albanien, Nordkorea, in den ehemaligen griechischen Kolonien (Persien) und griechisch beeinflussten Regionen in Australien und den USA. Eine nicht-tödliche Version wird als Erbe zakynthischer Vergangenheit auf der tansanianischen Insel Pemba gepflegt. Je nach Region wird nach unterschiedlichen Regeln gekämpft. Eselkämpfe sind international von einer ethischen Position aus umstritten. Auf Zakynthos nicht. Im zakynthischen Eselkampf, der Gai-Darida (altgriechisch: „Rennen“), wird der Eselkämpfer Gai-da-RORERO (von Gaidaros, „Esel“) genannt. Der Eselkampf findet in einer Eselkampfarena (Platia de Gaidaros) statt, die meist ausschließlich diesem Zweck dient. Das wesentliche Element des Eselkampfes ist die Form der Durchführung, das kultische Ritual, das mit ihm einhergeht. Meist treten bei einer Gai-Dorida drei Gai-da-rorero und sechs Esel auf. Ein Kampf dauert - abhängig von der Kondition des Gai-daroreros und seiner Fluchtgeschwindigkeit - etwa 2 Minuten. Pro Jahr finden auf Zakynthos rund 2.000 Eselkampfveranstaltungen statt, was dazu geführt hat, dass der Esel mittlerweile als bedrohte Tierart in Griechenland gilt. Der Esel reagiert, entgegen einem populären Irrtum, nicht aggressiv auf die Farbe Rot, sondern vielmehr auf die ängstlichen Bewegungen, die der hinter dem Tuch versteckte Gai-da-rorero vollführt.

Sascha Osaka, geb. in Graz, folgte dem Rat eines tibetischen Lamas und wechselte vom mittleren Management zum Eselkampf. Lebt als freischaffender Fotografier und Eselkämpfer in Wien. Da Sascha Buddhist ist, wird unser Esel "Ouzo" vor dem Kampfkurs immer an einen Olivenbaum geleint. Der Kurs kann deshalb bis zu zwei Stunden dauern. Mitzubringen sind buntgetupfte Tücher, bequeme Kleidung und Pferdekekse der Marke "Mon Cheval de Luxe"-Geschmacksrichtung Johannisbrotbaum für Kurs-Esel "Ouzo".

Nach Saschas Kurs wirst du solche Situationen wesentlich eleganter meistern :-)

Samstag, 13. Juni 2009

Griechischer Tanz - einfach erlernt



Auf das Meer schauen, ein Gläschen Retsina trinken und einen Choriatiki genießen, einander "Yamas" zuprosten, sich an den Schultern fassen und barfuß im Sand einen Sirtaki tanzen, steht bei uns auf Zante für pure Lebensfreude. Alle möglichen griechischen Tänze, vom Syrtos bis zum Kalamatianos, unterrichtet - genau in dieser Minute - Evelyn bereits die dritte Woche. Doch Choreografien einzustudieren ist nicht jedermanns Sache. Meine jedenfalls nicht. Deshalb habe ich heute in Nikolakis Taverne ein Kursvideo für alljene gedreht, die einfach mal ganz spontan Teller klirren lassen und aus purem Lebensgefühl heraus das griechische Tanzbein schwingen wollen. Das Einzige was du dazu dazu brauchst, ist bloß eine Olive ... viel Spass!

Griechisch-schwedische Freundschaft

Seit SOAK-Beginn-2009 säumen lindgrüne, himmelblaue & zuckerlrosa-ne Säcke den Weg zum alten Bauernhof (Platia SOAKaki). Jö, sind das schöne Einkaufssackerln, meinte unlängst eine Dame und erhoffte, ein solch flippig-farbenfrohes Utensil im Büro käuflich erwerben zu können. Würde die Schlepperei von den Mini-Markets zum Domizil erleichtern. Leider gibt's noch keinen IKEA auf Zante (der Elch bevorzugt die Kälte) - dort kommen die bunten Blumenübertopf-Sackerln nämlich her. Sind zum aktuellen Midsömmarnachts-Abverkauf noch günstiger zu haben. Fleischbällchen inklusive. Die kommen aber definitiv aus Griechenland und heißen hier "Keftedes".

Freitag, 12. Juni 2009

Naschkatzen

Langsam überleg´ ich mir, eine SOAK am Naschmarkt zu eröffnen. Noch vor zwei Stunden stand ich am Flughafen, um Ginka abzuholen, die abends nach Berlin weiter fliegt. Ach, wurde mir warm ums Herz, als ich viele liebe Freunde und SOAKies sah, die gebräunt, gut gelaunt & voll gepackt mit bunt getupften Werken aus den Arrival-Schiebetüren quollen. Ein Stock drüber geht es wieder retour nach Zante, aber die Verlockung, mit Ginka einen schönen Nachmittag am Wiener Mittelmeer zu verbringen, ist auch groß. Johann Wolfgang Ginka, metaphysische Wortbändigerin aus Berlin, hat mit ihren SOAK-Schreiberlingen wieder zwei Wochen lang Buchstabengemälde in den zakynthischen Himmel gemalt. Der Kurs für nächstes Jahr ist gleich fixiert: "Schreiben ohne zu wollen" - tipota problema - mit Ginka will man/frau einfach. Jetzt sitzen wir mit John und Dilip im Aquarium. Dilip gibt Ginka eine Sri.Lankesisch-schamanische Handmassage und John raisoniert über seine Hippie-Zeit auf Ibiza und Furtwängler-Sprüche. Aus Dilips Gürteltasche guckt eine vorwitzige kleine Stoffmaus, die von Ginka flugs Josephine getauft wird. Ginka kauft einen Augustin als Fluglektüre. Wir naschen das Leben und freuen uns auf Zante, das wir schon bald wieder unsicher machen werden.

Dienstag, 9. Juni 2009

Freude hoch DREI


JUCHE-HOPSA-HEISASA!!! Das "Juche!" gilt der samstätig-glanzvollen LOGOS-Bar Eröffnung. Costas hat sich selbst in den Schatten gestellt und endlich wieder Anfang Juni aufgesperrt. Hoffentlich geht dort nun wieder nächtens regelmäßig die Post ab. Das "Hopsa" gilt dem Wiedereinmalversuch, in Zante die Mülltrennung einzuführen. In der SOAK stehen jedenfalls bereits zusätzliche Behälter zur Verfügung. Mal sehen, wielange die Zakynther diesmal durchhalten. Dass mit ein wenig mehr Geld die Insel wesentlich sauberer zu halten gewesen wäre, bemerkte schon vor über 100 Jahren der öst. Erzherzog Ludwig Salvator in seiner berühmten, über 1.000 Seiten starken Monografie "ZANTE". Und ihm gilt das mit Abstand größte "Heisasa". Sein grandioses und wichtigstes Werk über unsere heiß geliebte Insel ist ab sofort für jedermann/frau kostenlos online lesbar (www.ludwig-salvator.com). Eine Wissens- und Inspirationsquelle für alle ZANTisten. Viel Spass!

Samstag, 6. Juni 2009

Die bunten Tupfen vermehren sich

Volles Haus und viele Wiederholungstäter versprechen eine sonnig-wonnigliche zweite SOAK-Woche. Die derzeitige Flugsituation ermöglicht bereits eine freitägige Kursvorstellung, sodass heute schon in aller Herrgottsfrühe Chi & sonstige Energien im Amphitheater bewegt wurden. Michi war glücklich, dass sie die vormittägliche Mal-Session leiten konnte und Josef freute sich, länger zakynthische Matratzen genießen zu dürfen, um mit seiner Pinselschrift erst um 14 Uh zu starten. Ginka wandelt am Strand auf der Suche nach den schönsten Herz-Steinen, um ihre BuchstabenkünstlerInnen spielend auf die ganze LINIE zu bringen. Mal sehen, ob sie morgen schon mitbloggt ...

Freitag, 5. Juni 2009

Naschmarkt grüßt Zante

Die Prosa von Ginka & Co's "Schneckenbordell" bei der gestrigen Vernissage im Amphitheater und Georgias Stimme beim kurzen Abschiedskonzert im Coffee-House klingen noch in meinen Ohren, als ich heute um neun schlaftrunken den Transferbus zum Airport besteige. Auch Omar, Sascha & Gottfried sind noch vom letztnächtlichen Schlafentzug gekennzeichnet. Die Sonne hat unser zantiotisches Reich wieder zurück erobert, die Wettervorhersage verheißt unverschämte 35 Grad für das Wochenende. Leider nicht für uns, die zur Rückkehr Verdammten. Chek-in, Umarmungen, Warten auf die verspätete Maschine, ein letzter Blick auf den Skopos und ab geht es Richtung Kälte. Das obligat-lätscherte Dogudan-Schnitzerl stimmt auf die Heimat ein. Nein, ich will nicht zurück, will lieber meine öligen "Ärbsen met Katofeln" bei Nikolaki mit Blick auf´s Meer. Es gibt ohnehin Ouzo als begleitendes Magenbalsam. Doch der Autopilot steuert unbeirrt nach Norden. Wien-Schwechat, 14 Uhr 13: bewölkter Himmel, 19 Grad, hektisch herum schwirrende Menschen, leichte Depressionen. Trag es mit Fassung, sagt Gottfried, du bist ohnedies in vier Wochen wieder unten. Trostpflaster. Wir beschließen, uns am Naschmarkt zu akklimatisieren - dort, von wo aus vor zwei Wochen die Reise begann. Auch eine Art Mittelmeer. Die Sonne kommt durch und taucht das goldene Wiener Herz wieder in etwas milderes Licht. Während wir auf mediterrane Küche warten, blogge ich und beschließe, das auch weiter zu tun. Ouzo hat versprochen, mich mit Neuigkeiten von der Insel zu versorgen. Thawma - wunderbar!

Donnerstag, 4. Juni 2009

MAL-Zeit

Gestern Abend war es soweit. Die erste SOAK-Vernissage am alten Bauernhof ging über die Bühne. Eingeleitet wude sie von einer stimmungsvoll inszenierten Djembe-Perfomance von Gerhard Kero und seinen KursteilnehmerInnen. Anschließend labte sich die SOAK-Community sowohl leiblich als auch visuell an den in der ersten Kurswoche entstandenen Werken in den Sparten Aquarell- und Acrylmalerei. Ausgiebig bestaunt und besprochen wurden nicht nur interessante neue Arbeiten langjähriger und "erfahrener" TeilnehmerInnen, sondern auch viel versprechende Werke von Neo-Malfreaks, für deren einige es alsbald auch reges Kaufinteresse gab. Eine interessante Möglichkeit, sich den Aufenthalt in der SOAK zu finanzieren! Aber was wäre eine MAL-Zeit ohne Live-Musik. Schon nach einer Stunde jammten Georgia Velivasaki, Nikos Pipinelis, Omar Gil und Gottfried Schöler, dass sogar die Maulbeeren auf den darüber liegenden Ästen im Graeco-Salsa-Rhythmus zitterten. Auch Marie Therese Escribano konnte es sich zum Gaudium aller nicht verkneifen, mit köstlichen Gesangsimprovisationen einzusteigen. Das ist eben die SOAK. Nach Mitternacht löste sich dann das bunte Treiben langsam auf, um glückselig in Morpheus Armen Kraft für den letzten Kurstag zu suchen.

Dienstag, 2. Juni 2009

Ich liebe die Krise ....

Menschenleere Traumstrände, paradiesische Ruhe, Sonnenschein ohne Ende, relaxte Griechen und herrlich ruhiges, in allen Blautönen schillerndes Meer. Ich weiß, klingt irgendwie kitschig und klingt nach schön geredeten Werbeslogans. Ist aber schlicht und einfach die unglaubliche Realität eines zakynthischen Sommers 2009. Die spürbar rückläufigen Touristenströme haben der Insel gleichzeitig wieder eine verloren geglaubte Qualität zurück gebracht. Das ist es, wonach wir uns letztlich alle sehnen: wunderschöne Natur, Wärme, Loslassen, Freiheit & Unbekümmertheit spüren, Ruhe genießen, mit der Seele baumeln und uns wieder spüren.

In der SOAK ist heute Faulenzen angesagt. Keine Kurse. Einige sind mit Alexandros bei angenehmer Brise am Seegelboot unterwegs, baden in kristallkaren Buchten, halten Ausschau nach den sich der Insel nähernden Carett-Schildkröten, andere erkunden auf eigene Faust kleine Dörfer, lauschige Tavernen und idyllische Klöster im Landesinneren und der Rest genießt den Tag lesend, sonnenbadend, schnarchend oder Tavli spielend auf einer bequemen Strandliege. Kales diakopes!

Montag, 1. Juni 2009

Chronia polla
















Die SOAK ist eine große Familie, in der regelmäßig auch gefeiert wird. Heute stehen drei Geburtstagskinder auf der Liste. Nummer 1 ist unser Esel Ouzo, der sich nach Andreas Winterentflohungs-Dreckabspül-Schaumbad (griechische Winterpflege läßt leider sehr zu wünschen übrig) sichtlich wie neu geboren und tierisch wohl fühlt. Während der einstündigen Rubbel- und Badeaktion hat er auch nur deshalb so brav still gehalten, weil ich ihn ständig mit "Mon Cheval Exclusiv"- Pferdekeksen (Geschmacksrichtung Johannisbrotbaum) verwöhnt habe. Nun ist er süchtig darauf und verweigert störrisch banale Heukost. Wird ein verdammt teurer Sommer ...

Geburtstagskinder 2 und 3 sind unsere Kursleiter Andrea Altemüller und Omar Gil, die heute Abend so richtig abfeiern. Zuerst trifft sich die fröhliche Gratulantenschar in der Bousulas-Taverne, wo auch unsere für ein paar Tage aus Athen angereisten Musikerfreunde Georgia Velivassaki & Nikos Pipinelis einige Geburtstagsständchen zum Besten geben werden. Anschließend geht die Party dann bis in die frühen Morgenstunden im Altius-Club weiter. Happy Birthday - chronia polla!

Sonntag, 31. Mai 2009

Es ginkerlt ...

Lindgrüne Vorhänge bäucheln sich ballonig in der sanften Nachmittagsbrise, Spatzen zirpen fröhlich im Geäst der Büsche, die Wellen rauschen entspannt an den Strand und Ginka fotografiert die teils verzweifelten Schreiberlinge, die versuchen, den Rahm von der Buchstabensuppe abzuschöpfen. Auf ihrem Tisch liegt ein mit kleinen Schneckengehäusen übersäter Olivenzweig. Heute wollen wir den Schleimspuren unserer Ringelhäuschen folgen ... gewissermaßen die Spurensuche nach uns aufnehmen.

Samstag, 30. Mai 2009

Chillen im Azzurro

Auch Dimitris hat seine hippe Strandbar "Azrurro" in der Nachbarbucht Porto Zoro wieder geöffnet. Ein LKW karrt die letzten Strohdächer für die Schirme am langläufig-feinsandigen Strand heran. Die ersten Besucher sind Zakynther, die ihr wohlverdientes Wochenende mit Freunden oder Familie hier genießen. Zwischen schattenspendenden Bäumen und Schilfdächern erklingt Cesaria Evoras schmeichelweiche Stimme, erzählt von den Fischern auf den Kapverden und wetteifert mit der sanften Brise, die sanft über die für das Sonnenbad eingeölten Körper streicht. Days in paradise ...

SOAK has started ...
















Der erste grau-rote Vogel ist gelandet und hat viele kreativ- und erholungswütige Menschen aus der fernen Heimat nach Zante gebracht. Nach einem herrlichen Faulenzsonnenbadschwimm-Akklimatisierungsnachmittag fand bereits gestern Abend die Kursvorstellung statt, sodass das Kurstreiben heute ohne Zeitverzögerung beginnen konnte. Ein herrliches Gefühl, wenn sich die bunten Tupfen über die arkadischen Landschaften zu verbreiten beginnen. Jos sitzt mit seinen Aquarellistas bereits im Olivenhain, Uli breitet majestätisch seine Kranich-Taiji-Flügel mit über 20 Meditationsjüngern/innen im Amphitheater aus, unter Hanne-Mi's professioneller Anleitung werden im Keramik-Studio Vasen, Haferln und Mosaikfliesen geformt und Andrea erklärt unter der großen Schirmföhre am Bauernhof Acryl-Maltechniken. Derweil tackere ich als Ersatz-Mal-Assi-Esel Leinwände auf Rahmen, schleppe Farben, Staffeleien und sonstiges Zeugs. Ouzo sieht mir genüsslich Maulbeeren fressend zu und denkt sich seinen Teil. Genug gehackelt, denke ich mir und flüchte ins Coffee-House, wo mich Chronis mit seinem legendären Frühstück verwöhnt. Bloggen bei Cafetaki, Bacon & Eggs und knusprigem Toast macht entschieden mehr Spass ...

Donnerstag, 28. Mai 2009

Bäume voller bunter Sessel

Hängt in Wien der Himmel voller Geigen, so hängen in Vasilikos die Olivenbäume voller bunter Sessel. Einen Tag vor der offiziellen Sommerakademie-Eröffnung wurde der Platz vor dem alten Bauernhof in Gegenwart des griechischen Kulturministers, des Insel-Nomarchen, einer Abordnung des Gemeinderates von Zakynthos, der örtlichen Musikkapelle, seiner Heiligkeit, des Popen von Vasilikos, des lokalen Männergesangsvereines und einer überblickbaren jubelnden Menschenmenge feierlich in "Platia SOAKaki" umbenannt. Damit wurde der Sommerakademie nach über 20 Jahren endlich auch seitens des offiziellen Griechenlands Dank & Anerkennung für außerordentliche Leistungen zur Förderung des zakynthischen Tourismus ausgesprochen. Epcharistume poli! Wir freuen uns schon riesig auf alle morgen ankommenden lieben & kreativen Menschen. Kalo taxidi!

Mittwoch, 27. Mai 2009

Nach der Arbeit wird gefeiert

Das Amphitheater erstrahlt frisch gestrichen in neuem Glanz, der Strand frisch gesäubert in jungfräulicher Schönheit, der Bauernhof vom Winterstaub befreit - jetzt wird gefeiert! Omar, unser uruguayanischer Grillmeister will uns beweisen, dass Latino-Steaks einfach die besten sind und unsere griechischen Freunde schleppen massenhaft Wein & Ouzo an. Die Party vor der Villa Nikos steigt ebenso wie der Mond über Vasilikos. Ein lauer, windstiller Abend mit 25 Grad und von der Ferne rauscht sanft das Meer - thawma, einfach wunderbar, meint Andrea Altemüller (Kursleiterin Fotografie), die bereits gestern aus München angekommen ist und sich heute am menschenleeren Daphne-Beach akklimatisiert hat. Vasilikos erwacht.

Life is like a boat ...


sagt Nikos, Chef- Philosoph der SOAK, das Leben ist wie ein Boot- ohne Rudern geht es nicht, aber das Meer ist die Liebe & hält mit seinem Fernrohr Ausschau nach hübschen Nixen. Die gegrillten Sardellen von Mama Anastasia schmecken köstlich und ich denke mir: irgendwann bleib ich dann dort ... Saschas Fotos vom Meer sehen so aus, als ob sie durch alle möglichen Photoshop. Filter gelaufen wären, aber die Realität ist einfach kitschig-glitzernd schön. Auf den Auslöser drücken - fertig. Himmlische Ruhe und kaum Menschen.

Arbeiten mit Blick auf's Meer


Es herrscht geschäftiges Treiben am SOAK-Gelände. Andrea & Jessica haben noch immer alle Hände voll zu tun, das mitgebrachte Material zu verstauen bzw. einsatzbereit zu machen, mit Gipsy-Sesselflickern zu feilschen & Unmengen von Gästezimmern zu kontrollieren. Halim ist glücklich, dass der Sound im Amphitheater wieder groovt und streicht im Salsa-Rhythmus alles, was am Artina-Gelände und am alten Bauernhof nach Holz aussieht (rote Olivenbäume sind echt chillig!). Sascha, unser Hof- und Kammerphotografier robbt durch die Landschaft und lichtet jeden Winkel ab, damit ihr schon bald mit vielen Fotos aus Vasilikos versorgt werdet. Gottfried bastelt vor sich hin und ölt die Tastatur unseres winterlich eingerosteten Yamaha-Pianos. Omar organisiert Riesensteaks für die abendliche uruguayanische Mega-Grillparty. Wolfgang kämpft verbissen mit den Unwegbarkeiten griechischer Internetleitungen und organisiert einen "Wir wollen endlich einen Bankomat in Vasilikos" - Streik. Ouzo ist glücklich, dass er wieder viele Streicheleinheiten bekommt und sein Fresskorb prall gefüllt ist. Und alle werden schon in einer Stunde bei Nikolaki mit Blick auf das spiegelglatte, blautürkis-schimmernde Meer sitzen und ihre Mittagspause mit Kalamari vom Grill, Skordalia, Choriatiki und einem Gläschen Retsina genießen ........

Dienstag, 26. Mai 2009

Choriatiki bei Nikos



Obligates Treffen bei Nikolaki (Bousoulas-Taverne am Strand). Mit Blick auf das Ionische Meer schmecken Choriatiki & Retsina einfach besser. Die Geschichten vom langen Winter, Omars virtuoses Gitarrenspiel und ein Verdauungsstrandspaziergang tun ihr Uebriges zum genussvollen Ankommen. Auch unser Eselchen Ouzo wurde aus seinem Winterquartier geholt und erfreut sich sichtlich an seiner neuen Umgebung beim alten Bauernhof. Sehnlichst erwartet er aber wohl seinen roten Futterkorb, der von der SOAK-Community schon bald mit allen moeglichen Leckereien gefuellt wird. Tagesausklang bei Yanni im Coffehouse bei Tsipouro, legendaerem Apple-Pie und Tavli. Wuerfel und Schmaeh rollen & Gottfried hat wie immer unverschaemtes Glueck. Rache ist suess ... Kali nichta!

Bei den Menschenfressern















Ich traeume von afrikanischen Landschaften, Elefanten und Loewen & ehe ich es mich versehe, haenge ich mit Haenden und Fuessen gefesselt an einer riesigen Stange und werde dem schrecklichen Stammeshaeuptling zur Fleischbeschau vorgefuehrt. Er befindet mich gerade noch als geniessbar und ueberlegt schmackhafte Rezepturen. Die Trommeln klopfen im unerbittlichen Rhythmus. Die Schweissperlen auf meiner Stirn auch. Auf einmal blicke ich auf den Plafond meines Zimmers in der Villa Levante (Gottlob doch nur ein Traum, aber das Trommelfurioso wird immer lauter). Ich stuerze noch schlaftrunken auf den Balkon und erblicke Gerhard Kero mit seinen Djembe-JuengerInnen im Pavillon. Hatte ich doch glatt vergessen, dass der Djembe-Spezial-Workshop bereits vorigen Dienstag begann. Die SOAK trommelt Vasilikos aus dem Winterschlaf wach .........

Sand wohin das Auge reicht


Die grosse Ueberraschung ist aber unser Hausstrand - wir fassen es kaum: so schoen war er das letzte Mal vor 15 Jahren. 4 Meter mehr Breite und Sand, Sand, Sand. Die heftigen Winterwinde haben die Steine der letzten Jahre verbuddelt. Einfach paradiesisch! Wer heuer nicht zu uns kommt, ist selbst schuld. Genug gesehen - die Siesta ruft. So schoen kann Akklimatisierung sein.

Große Begrüßung





Vasilikos ist erblueht. Der reichliche Regen der Wintermonate hat die Landzunge in ein ueppig blühendes Paradies verwandelt. Oleander, Bougainvillea, Jasmin und Engelstrompeten wuchern um die Wette und bereiten uns einen chromatisch-rauschenden Empfang. Auf der Strasse ueberall Gehupe von entgegenkommenden Fahrzeugen mit lieben Freunden. Die SOAK-Busse sind da! Vasilikos erwacht. Grosse Begrüssung mit Andrea, Jessica & Halim, dem Dreamteam vor Ort - gemütliches Geplauder unter der Büro-Laube, bevor die Auspack-Orgie in praller Mittagshitze beginnt. 32 Grad, strahlend blauer Himmel und Sommerfeeling pur.

ZANTE ANDANTE






Nach kurzem Schlaf (Omar wollte unbedingt noch die LKW-Fahrer-Disco an Bord besuchen) kommen wir fruehmorgens in Patras an. Eine Stunde spaeter haben wir Kilini erreicht, wo wir den Hafen im dichten Morgennebel kaum finden. Auch die Zante-Faehre mueht sich mit ihrem Nebelhorn redlich ab, tutend den Weg zur Anlegestelle zu ertasten. Pame, pame - wir haben es jetzt schon langsam eilig, die Insel ist zum Greifen nah. Noch schnell ein Elleniko metrio zum Wachwerden und wir legen in Richtung der fior di levante ab. Um neun Uhr morgens rollen die blauen Busse dann endlich auf zakynthischen Pflaster - welch wunderbares Gefuehl ......

Sonntag, 24. Mai 2009

Ein Tag auf See






Einigermaßen ausgeschlafen wenden wir uns den Genüssen einer Schiffspassage zu. Wolkenloser Himmel, 29 Grad, angenehme Brise und vielfältige Abwechslungsmöglichkeiten halten für jeden von uns etwas bereit. Für Sascha insbesondere den GP von Monte Carlo. Omar und Gottfried philosophieren wie gewöhnlich über Fidel Castro, die Verstaatlichungspolitik von Hugo Chavez, kubanische Frauen und esoterischen Krimskrams. Ich ärgere mich vornehmlich darüber, dass trotz aller Anpreisungen das Internet on board nicht funktionert und ich noch immer keine Posts absetzen kann. Tempirasi. Der Blick aufs Meer, Relaxation Tunes im Ohr, ein Café Frappé und ein gutes Büchlein entschädigen ausreichend. Wir ziehen der bergigen albanischen Küste entlang und erreichen um 18.30 Ortszeit Korfu. Griechenland hat uns wieder ... YASSU!!

Schnarchkonzert


Vier Männer in den besten Jahren in einer Kabine. Ein unüberbietbares akustiko-erotisches Erlebnis. Trotz Omars Schnarchpflaster. Hauptsache, er glaubt an dessen Wirkung. Da helfen nur kubanischer Rum, totale Übermüdung und das angenehme Vibrato des 25.688 PS-igen Schiffsmotors. Kali nichta ...

An Bord




Der schönste Teil unserer Reise hat begonnen. Mit 26 Knoten/h geht es nun gemächlich nach Griechenland. Erstmals mit der MINOAN-Line. Bessere Fahrzeiten als ANEK-Lines und ein schöneres Schiff mit wunderbarer Rundum-Sicht auf das Azurblau der Adria. Wir beziehen unsere Vierer-Kabine. Erinnerungen an legendäre Schulskikurszeiten im Stockbett-Zimmer werden wach. Natürlich gibt's auch Romantik-Kabinen mit Kingsize-Bett – rechtzeitige Buchung vorausgesetzt. Das Restaurant im Bug imaginiert einen Flug über das spiegelglatte Meer im Abendrot und wir prosten uns bei Tsipoura und Choriatiki mit Retsina zu ...

Venezia - que bella

Es ist immer wieder ein Erlebnis, von Venedig aus in die Adria zu schippern. Entlang Santa Maria della Salute, Piazza San Marco, Dogenpalast und Seufzerbrücke zieht die mächtige „Aristoteles Palace“ gemächlich an der venezianischen Skyline vorbei und verlässt die Lagunenstadt beim Lido. Krächzende Möven und auf einem kleinen Ausflugsboot an Deck sitzende Nonnen winken uns ein fröhliches Arrivederci.

Autostrada-Test





Meine Boy-Band fasst es nicht. Ganze ZWEI (!!) Stunden vor dem Fähren-Check-in kommen wir vor Venedig an. Langweilig, denke ich mir. Damit doch nicht alles so glatt läuft, beschließe ich, die Ausfahrt zu verpassen (wobei das legendäre italienische Beschilderungssystem gerne behilflich ist) und die brandneue dreispurige Autobahn nach Mailand zu testen. Straßen bauen können sie wenigstens, die Italos . In Padua drehen wir wieder um und kommen noch immer rechtzeitig in der „Stazione Marittima“ an. Salute Venezia – und ab in den Bauch des Schiffes!

Italien - wie wir es nicht mögen ...

Die SOAK-Busse dieseln brav gegen Süden. In 4 ¾ h ist Udine erreicht. Tankstopp. Italien zeigt sich von einer wenig liebenswürdigen Seite. Im Shop werden neben Zuckerln, Ventilatoren und Paninis in schamloser Offenheit Weine mit Etiketten von Mussolini, Hitler & Stalin im Dreierpack der Widerwärtigkeit feilgeboten. Lega-Nord und Berlusconi haben ganze Arbeit geleistet und offensichtlich ein politisches Klima geschaffen, in dem Derartiges möglich ist. Unfassbar. Ich beschließe nach Zante auszuwandern, wenn der Möchtegern-Kreuzritter Strache Bürgermeister von Wien wird. Venedig und die Fähre sind glücklicher Weise nicht mehr weit ...

Alles Aufstehen ist schwer




Es ist 8 Uhr morgens. Am Flohmarkt wird bereits der erste Trödel verkauft. Wolfgang trödelt auch. Die beiden SOAK-Busse stehen bis auf den letzten Kubikzentimeter voll gepackt in der Garage. Omar, Gottfried & Sascha wollen endlich wegfahren. Ihr Stresspegel steigt sekündlich. Bitte, bitte - diesmal pünktlich starten. Vor drei Jahren: Fähre versäumt. Vor zwei Jahren: 2 Reifenplatzer knapp vor dem Ziel. Letztes Jahr: Fähre noch buchstäblich in der letzten Sekunde erwischt. Ich habe wieder einmal Besserung versprochen. Wär' da nicht der morgendliche Kampf mit dem Aufstehen. Mit einstündiger (einkalkulierter) Verspätung geht es los. Let's SOAK up the road ...

Dienstag, 19. Mai 2009

ZANTE - wir kommen!

In drei Tagen ist es soweit. Die azurblauen SOAK-Busse werden wieder einmal voll gepackt nach Venedig tuckern und sich dann mit ihrer 4-köpfigen Besatzung nach good old Zante (via Patras) einschiffen. An diesem Ritual wollen wir dich/euch diesmal in Bild und Text teilhaben lassen - als Einstimmung auf den Sommer oder um einfach in Gedanken mit uns zu reisen. Dass du dabei natürlich brandaktuell über Neuigkeiten auf Zante & in der SOAK informiert wirst, versteht sich von selbst. Viel Spass dabei wünscht dir

Wolfgang

Wie ist das Wetter auf Zakynthos?

Das aktuelle Webcam-Bild sowie Wetterwerte laufend aktualisiert auf der SOAK-Website!