Sonntag, 31. Mai 2009

Es ginkerlt ...

Lindgrüne Vorhänge bäucheln sich ballonig in der sanften Nachmittagsbrise, Spatzen zirpen fröhlich im Geäst der Büsche, die Wellen rauschen entspannt an den Strand und Ginka fotografiert die teils verzweifelten Schreiberlinge, die versuchen, den Rahm von der Buchstabensuppe abzuschöpfen. Auf ihrem Tisch liegt ein mit kleinen Schneckengehäusen übersäter Olivenzweig. Heute wollen wir den Schleimspuren unserer Ringelhäuschen folgen ... gewissermaßen die Spurensuche nach uns aufnehmen.

Samstag, 30. Mai 2009

Chillen im Azzurro

Auch Dimitris hat seine hippe Strandbar "Azrurro" in der Nachbarbucht Porto Zoro wieder geöffnet. Ein LKW karrt die letzten Strohdächer für die Schirme am langläufig-feinsandigen Strand heran. Die ersten Besucher sind Zakynther, die ihr wohlverdientes Wochenende mit Freunden oder Familie hier genießen. Zwischen schattenspendenden Bäumen und Schilfdächern erklingt Cesaria Evoras schmeichelweiche Stimme, erzählt von den Fischern auf den Kapverden und wetteifert mit der sanften Brise, die sanft über die für das Sonnenbad eingeölten Körper streicht. Days in paradise ...

SOAK has started ...
















Der erste grau-rote Vogel ist gelandet und hat viele kreativ- und erholungswütige Menschen aus der fernen Heimat nach Zante gebracht. Nach einem herrlichen Faulenzsonnenbadschwimm-Akklimatisierungsnachmittag fand bereits gestern Abend die Kursvorstellung statt, sodass das Kurstreiben heute ohne Zeitverzögerung beginnen konnte. Ein herrliches Gefühl, wenn sich die bunten Tupfen über die arkadischen Landschaften zu verbreiten beginnen. Jos sitzt mit seinen Aquarellistas bereits im Olivenhain, Uli breitet majestätisch seine Kranich-Taiji-Flügel mit über 20 Meditationsjüngern/innen im Amphitheater aus, unter Hanne-Mi's professioneller Anleitung werden im Keramik-Studio Vasen, Haferln und Mosaikfliesen geformt und Andrea erklärt unter der großen Schirmföhre am Bauernhof Acryl-Maltechniken. Derweil tackere ich als Ersatz-Mal-Assi-Esel Leinwände auf Rahmen, schleppe Farben, Staffeleien und sonstiges Zeugs. Ouzo sieht mir genüsslich Maulbeeren fressend zu und denkt sich seinen Teil. Genug gehackelt, denke ich mir und flüchte ins Coffee-House, wo mich Chronis mit seinem legendären Frühstück verwöhnt. Bloggen bei Cafetaki, Bacon & Eggs und knusprigem Toast macht entschieden mehr Spass ...

Donnerstag, 28. Mai 2009

Bäume voller bunter Sessel

Hängt in Wien der Himmel voller Geigen, so hängen in Vasilikos die Olivenbäume voller bunter Sessel. Einen Tag vor der offiziellen Sommerakademie-Eröffnung wurde der Platz vor dem alten Bauernhof in Gegenwart des griechischen Kulturministers, des Insel-Nomarchen, einer Abordnung des Gemeinderates von Zakynthos, der örtlichen Musikkapelle, seiner Heiligkeit, des Popen von Vasilikos, des lokalen Männergesangsvereines und einer überblickbaren jubelnden Menschenmenge feierlich in "Platia SOAKaki" umbenannt. Damit wurde der Sommerakademie nach über 20 Jahren endlich auch seitens des offiziellen Griechenlands Dank & Anerkennung für außerordentliche Leistungen zur Förderung des zakynthischen Tourismus ausgesprochen. Epcharistume poli! Wir freuen uns schon riesig auf alle morgen ankommenden lieben & kreativen Menschen. Kalo taxidi!

Mittwoch, 27. Mai 2009

Nach der Arbeit wird gefeiert

Das Amphitheater erstrahlt frisch gestrichen in neuem Glanz, der Strand frisch gesäubert in jungfräulicher Schönheit, der Bauernhof vom Winterstaub befreit - jetzt wird gefeiert! Omar, unser uruguayanischer Grillmeister will uns beweisen, dass Latino-Steaks einfach die besten sind und unsere griechischen Freunde schleppen massenhaft Wein & Ouzo an. Die Party vor der Villa Nikos steigt ebenso wie der Mond über Vasilikos. Ein lauer, windstiller Abend mit 25 Grad und von der Ferne rauscht sanft das Meer - thawma, einfach wunderbar, meint Andrea Altemüller (Kursleiterin Fotografie), die bereits gestern aus München angekommen ist und sich heute am menschenleeren Daphne-Beach akklimatisiert hat. Vasilikos erwacht.

Life is like a boat ...


sagt Nikos, Chef- Philosoph der SOAK, das Leben ist wie ein Boot- ohne Rudern geht es nicht, aber das Meer ist die Liebe & hält mit seinem Fernrohr Ausschau nach hübschen Nixen. Die gegrillten Sardellen von Mama Anastasia schmecken köstlich und ich denke mir: irgendwann bleib ich dann dort ... Saschas Fotos vom Meer sehen so aus, als ob sie durch alle möglichen Photoshop. Filter gelaufen wären, aber die Realität ist einfach kitschig-glitzernd schön. Auf den Auslöser drücken - fertig. Himmlische Ruhe und kaum Menschen.

Arbeiten mit Blick auf's Meer


Es herrscht geschäftiges Treiben am SOAK-Gelände. Andrea & Jessica haben noch immer alle Hände voll zu tun, das mitgebrachte Material zu verstauen bzw. einsatzbereit zu machen, mit Gipsy-Sesselflickern zu feilschen & Unmengen von Gästezimmern zu kontrollieren. Halim ist glücklich, dass der Sound im Amphitheater wieder groovt und streicht im Salsa-Rhythmus alles, was am Artina-Gelände und am alten Bauernhof nach Holz aussieht (rote Olivenbäume sind echt chillig!). Sascha, unser Hof- und Kammerphotografier robbt durch die Landschaft und lichtet jeden Winkel ab, damit ihr schon bald mit vielen Fotos aus Vasilikos versorgt werdet. Gottfried bastelt vor sich hin und ölt die Tastatur unseres winterlich eingerosteten Yamaha-Pianos. Omar organisiert Riesensteaks für die abendliche uruguayanische Mega-Grillparty. Wolfgang kämpft verbissen mit den Unwegbarkeiten griechischer Internetleitungen und organisiert einen "Wir wollen endlich einen Bankomat in Vasilikos" - Streik. Ouzo ist glücklich, dass er wieder viele Streicheleinheiten bekommt und sein Fresskorb prall gefüllt ist. Und alle werden schon in einer Stunde bei Nikolaki mit Blick auf das spiegelglatte, blautürkis-schimmernde Meer sitzen und ihre Mittagspause mit Kalamari vom Grill, Skordalia, Choriatiki und einem Gläschen Retsina genießen ........

Dienstag, 26. Mai 2009

Choriatiki bei Nikos



Obligates Treffen bei Nikolaki (Bousoulas-Taverne am Strand). Mit Blick auf das Ionische Meer schmecken Choriatiki & Retsina einfach besser. Die Geschichten vom langen Winter, Omars virtuoses Gitarrenspiel und ein Verdauungsstrandspaziergang tun ihr Uebriges zum genussvollen Ankommen. Auch unser Eselchen Ouzo wurde aus seinem Winterquartier geholt und erfreut sich sichtlich an seiner neuen Umgebung beim alten Bauernhof. Sehnlichst erwartet er aber wohl seinen roten Futterkorb, der von der SOAK-Community schon bald mit allen moeglichen Leckereien gefuellt wird. Tagesausklang bei Yanni im Coffehouse bei Tsipouro, legendaerem Apple-Pie und Tavli. Wuerfel und Schmaeh rollen & Gottfried hat wie immer unverschaemtes Glueck. Rache ist suess ... Kali nichta!

Bei den Menschenfressern















Ich traeume von afrikanischen Landschaften, Elefanten und Loewen & ehe ich es mich versehe, haenge ich mit Haenden und Fuessen gefesselt an einer riesigen Stange und werde dem schrecklichen Stammeshaeuptling zur Fleischbeschau vorgefuehrt. Er befindet mich gerade noch als geniessbar und ueberlegt schmackhafte Rezepturen. Die Trommeln klopfen im unerbittlichen Rhythmus. Die Schweissperlen auf meiner Stirn auch. Auf einmal blicke ich auf den Plafond meines Zimmers in der Villa Levante (Gottlob doch nur ein Traum, aber das Trommelfurioso wird immer lauter). Ich stuerze noch schlaftrunken auf den Balkon und erblicke Gerhard Kero mit seinen Djembe-JuengerInnen im Pavillon. Hatte ich doch glatt vergessen, dass der Djembe-Spezial-Workshop bereits vorigen Dienstag begann. Die SOAK trommelt Vasilikos aus dem Winterschlaf wach .........

Sand wohin das Auge reicht


Die grosse Ueberraschung ist aber unser Hausstrand - wir fassen es kaum: so schoen war er das letzte Mal vor 15 Jahren. 4 Meter mehr Breite und Sand, Sand, Sand. Die heftigen Winterwinde haben die Steine der letzten Jahre verbuddelt. Einfach paradiesisch! Wer heuer nicht zu uns kommt, ist selbst schuld. Genug gesehen - die Siesta ruft. So schoen kann Akklimatisierung sein.

Große Begrüßung





Vasilikos ist erblueht. Der reichliche Regen der Wintermonate hat die Landzunge in ein ueppig blühendes Paradies verwandelt. Oleander, Bougainvillea, Jasmin und Engelstrompeten wuchern um die Wette und bereiten uns einen chromatisch-rauschenden Empfang. Auf der Strasse ueberall Gehupe von entgegenkommenden Fahrzeugen mit lieben Freunden. Die SOAK-Busse sind da! Vasilikos erwacht. Grosse Begrüssung mit Andrea, Jessica & Halim, dem Dreamteam vor Ort - gemütliches Geplauder unter der Büro-Laube, bevor die Auspack-Orgie in praller Mittagshitze beginnt. 32 Grad, strahlend blauer Himmel und Sommerfeeling pur.

ZANTE ANDANTE






Nach kurzem Schlaf (Omar wollte unbedingt noch die LKW-Fahrer-Disco an Bord besuchen) kommen wir fruehmorgens in Patras an. Eine Stunde spaeter haben wir Kilini erreicht, wo wir den Hafen im dichten Morgennebel kaum finden. Auch die Zante-Faehre mueht sich mit ihrem Nebelhorn redlich ab, tutend den Weg zur Anlegestelle zu ertasten. Pame, pame - wir haben es jetzt schon langsam eilig, die Insel ist zum Greifen nah. Noch schnell ein Elleniko metrio zum Wachwerden und wir legen in Richtung der fior di levante ab. Um neun Uhr morgens rollen die blauen Busse dann endlich auf zakynthischen Pflaster - welch wunderbares Gefuehl ......

Sonntag, 24. Mai 2009

Ein Tag auf See






Einigermaßen ausgeschlafen wenden wir uns den Genüssen einer Schiffspassage zu. Wolkenloser Himmel, 29 Grad, angenehme Brise und vielfältige Abwechslungsmöglichkeiten halten für jeden von uns etwas bereit. Für Sascha insbesondere den GP von Monte Carlo. Omar und Gottfried philosophieren wie gewöhnlich über Fidel Castro, die Verstaatlichungspolitik von Hugo Chavez, kubanische Frauen und esoterischen Krimskrams. Ich ärgere mich vornehmlich darüber, dass trotz aller Anpreisungen das Internet on board nicht funktionert und ich noch immer keine Posts absetzen kann. Tempirasi. Der Blick aufs Meer, Relaxation Tunes im Ohr, ein Café Frappé und ein gutes Büchlein entschädigen ausreichend. Wir ziehen der bergigen albanischen Küste entlang und erreichen um 18.30 Ortszeit Korfu. Griechenland hat uns wieder ... YASSU!!

Schnarchkonzert


Vier Männer in den besten Jahren in einer Kabine. Ein unüberbietbares akustiko-erotisches Erlebnis. Trotz Omars Schnarchpflaster. Hauptsache, er glaubt an dessen Wirkung. Da helfen nur kubanischer Rum, totale Übermüdung und das angenehme Vibrato des 25.688 PS-igen Schiffsmotors. Kali nichta ...

An Bord




Der schönste Teil unserer Reise hat begonnen. Mit 26 Knoten/h geht es nun gemächlich nach Griechenland. Erstmals mit der MINOAN-Line. Bessere Fahrzeiten als ANEK-Lines und ein schöneres Schiff mit wunderbarer Rundum-Sicht auf das Azurblau der Adria. Wir beziehen unsere Vierer-Kabine. Erinnerungen an legendäre Schulskikurszeiten im Stockbett-Zimmer werden wach. Natürlich gibt's auch Romantik-Kabinen mit Kingsize-Bett – rechtzeitige Buchung vorausgesetzt. Das Restaurant im Bug imaginiert einen Flug über das spiegelglatte Meer im Abendrot und wir prosten uns bei Tsipoura und Choriatiki mit Retsina zu ...

Venezia - que bella

Es ist immer wieder ein Erlebnis, von Venedig aus in die Adria zu schippern. Entlang Santa Maria della Salute, Piazza San Marco, Dogenpalast und Seufzerbrücke zieht die mächtige „Aristoteles Palace“ gemächlich an der venezianischen Skyline vorbei und verlässt die Lagunenstadt beim Lido. Krächzende Möven und auf einem kleinen Ausflugsboot an Deck sitzende Nonnen winken uns ein fröhliches Arrivederci.

Autostrada-Test





Meine Boy-Band fasst es nicht. Ganze ZWEI (!!) Stunden vor dem Fähren-Check-in kommen wir vor Venedig an. Langweilig, denke ich mir. Damit doch nicht alles so glatt läuft, beschließe ich, die Ausfahrt zu verpassen (wobei das legendäre italienische Beschilderungssystem gerne behilflich ist) und die brandneue dreispurige Autobahn nach Mailand zu testen. Straßen bauen können sie wenigstens, die Italos . In Padua drehen wir wieder um und kommen noch immer rechtzeitig in der „Stazione Marittima“ an. Salute Venezia – und ab in den Bauch des Schiffes!

Italien - wie wir es nicht mögen ...

Die SOAK-Busse dieseln brav gegen Süden. In 4 ¾ h ist Udine erreicht. Tankstopp. Italien zeigt sich von einer wenig liebenswürdigen Seite. Im Shop werden neben Zuckerln, Ventilatoren und Paninis in schamloser Offenheit Weine mit Etiketten von Mussolini, Hitler & Stalin im Dreierpack der Widerwärtigkeit feilgeboten. Lega-Nord und Berlusconi haben ganze Arbeit geleistet und offensichtlich ein politisches Klima geschaffen, in dem Derartiges möglich ist. Unfassbar. Ich beschließe nach Zante auszuwandern, wenn der Möchtegern-Kreuzritter Strache Bürgermeister von Wien wird. Venedig und die Fähre sind glücklicher Weise nicht mehr weit ...

Alles Aufstehen ist schwer




Es ist 8 Uhr morgens. Am Flohmarkt wird bereits der erste Trödel verkauft. Wolfgang trödelt auch. Die beiden SOAK-Busse stehen bis auf den letzten Kubikzentimeter voll gepackt in der Garage. Omar, Gottfried & Sascha wollen endlich wegfahren. Ihr Stresspegel steigt sekündlich. Bitte, bitte - diesmal pünktlich starten. Vor drei Jahren: Fähre versäumt. Vor zwei Jahren: 2 Reifenplatzer knapp vor dem Ziel. Letztes Jahr: Fähre noch buchstäblich in der letzten Sekunde erwischt. Ich habe wieder einmal Besserung versprochen. Wär' da nicht der morgendliche Kampf mit dem Aufstehen. Mit einstündiger (einkalkulierter) Verspätung geht es los. Let's SOAK up the road ...

Dienstag, 19. Mai 2009

ZANTE - wir kommen!

In drei Tagen ist es soweit. Die azurblauen SOAK-Busse werden wieder einmal voll gepackt nach Venedig tuckern und sich dann mit ihrer 4-köpfigen Besatzung nach good old Zante (via Patras) einschiffen. An diesem Ritual wollen wir dich/euch diesmal in Bild und Text teilhaben lassen - als Einstimmung auf den Sommer oder um einfach in Gedanken mit uns zu reisen. Dass du dabei natürlich brandaktuell über Neuigkeiten auf Zante & in der SOAK informiert wirst, versteht sich von selbst. Viel Spass dabei wünscht dir

Wolfgang

Wie ist das Wetter auf Zakynthos?

Das aktuelle Webcam-Bild sowie Wetterwerte laufend aktualisiert auf der SOAK-Website!

Freitag, 15. Mai 2009

Noch 2 Wochen bis zum Saisonstart 2009

Das SOAK-Blog ist eingerichtet ... das Büro in Vasilikos wird seit einigen Tagen von Andrea und Jessica entwintert ... und Wolfgang freut sich auf die Überstellung der Busse nach Zakynthos!