Montag, 29. Juni 2009

In der "LOGOS" wird wieder gejammt ...

Die legendäre "LOGOS-Bar", einst knallvolles nächtliches Wohnzimmer der SOAK und schönster Open-Air-Tanzschuppen, verlor in den letzten Jahren aufgrund mehrerer Umstände immer mehr an Anziehungskraft. So eröffneten nahe der Hauptstadt große Nightclubs und "ersparten" vielen Städtern die längere Autofahrt, in Vasilikos sperrte der elegante "Altius-Club" auf und Yanni machte mit gemütlicher Atmosphäre, coolen Drinks und Applepie & Co sein "Coffehouse" zum meist besuchten Platz vor Ort. Last but not least sperrte dann noch die örtliche Bäckerei zu und der Kultfaktor des frühmorgendlichen "pain au chocolat"-Frühstücks auf dem glückselig nach durchtanzter Nacht in Angriff genommenen Nachhausewegs von der "LOGOS" fiel aus. Armer Costas. Doch der ist bekanntlich stur (was manchmal auch seine guten Seiten hat) und hielt trotz teilweise gähnend leeren Lokals und "IchsperrnächstesJahrnichtmehrauf-Gejammeres" offen. Heuer öffnete die "LOGOS" sogar schon Anfang Juni und siehe da - buntgetupftes Leben hält wieder Einzug. Abgesehen vom Tanzfaktor bietet die "LOGOS" eindeutig das beste Umfeld für Live-Konzerte, die besonders von den wunderbaren SOAK-Künstlern und -Künstlerinnen spontan veranstaltet werden. Heute Abend beispielsweise geigen Musical-Sängerin Conny Zenz samt Pianist und Percussion-Genie Andy Várkonyi auf, dass die Bretter wackeln. Morgen ist schließlich kursfrei, da kann lange geschlafen werden. Bleibt nur noch das Problem des Frühstücks auf dem morgendlichen Nachhauseweg zu lösen. Ich arbeite daran. Spätestens ab Freitag. Denn dann bin ich wieder in Vasilikos und werde euch täglich mit backofenfrischen News von der Sonneninsel versorgen!

Donnerstag, 25. Juni 2009

Kunst schmeckt großartig

Trotz einiger Wolken, die leider auch in den letzten Tagen über Zante hangen und einer Portion Nieselregen fand gestern in bester Stimmung und Gemütlichkeit die Vernissage am alten Bauernhof statt. Wieder erstaunlich, wie viele interessante Arbeiten in den Sparten Acryl und Aquarell entstanden. Alle freuen sich schon auf Aktzeichnen, das ab kommendem Samstag mit Skip Grabner als Kursleiter auf dem Programm steht. Anschließend wurde im Altius-Club die Nacht zum Tag gemacht. Auch unser Eselchen Ouzo, Wetter bedingt vorläufig in seiner befestigten "Villa" am Bauernhof untergebracht, frönt (im wahrsten Sinne des Wortes) immer mehr dem Kunstgenuss. Als sich die letzten Vernissage-Besucher entfernt hatten, machte er sich nämlich mit Kennerblick über einige in seiner Nähe verwahrte Kunstwerke, knabberte sie kräftig an und ist seitdem Acryl-Fan. Kunst schmeckt eben großartig und ist neben hartem Brot und Heu eine absolut willkommene Abwechslung für ihn. Die derart verkosteten Bilder wurden übrigens bereits wieder sachkundig restauriert ... kali orexi!

SOAK-Zuwachs

Syncharitiria!!! Großer Grund zur Freude für die SOAK-Familie. Unsere Yoga-Prinzessin Anastasia Stoyannides ist heute um 4.30 Uhr früh glückliche und erschöpfte Mutter eines entzückenden Töchterleins namens NEPHELI geworden. Papa Yannis war rechtzeitig von Athen nach Wien geeilt und konnte zumindest wichtige seelische Unterstützung bei der Hausgeburt leisten. Eltern und Babylaki sind zwar etwas müde, aber wohlauf. Anastasia wird somit ihren Yoga-Kurs auf Zante im August schon mit fröhlich-brabbelnder Unterstützung leiten und wir freuen uns schon alle auf Nepheli. Da der "Papas" ein renommierter Fotograf ist, werden die ersten Schnappschüsse wohl nicht lange auf sich warten lassen. Wir werden dann gleich updaten ...

Freitag, 19. Juni 2009

SOAK im "Gottesstaat"

Da wir in kreativ-imperialistischer Weise keinen Versuch ungenützt lassen wollen, das SOAK-Glücksgen über die ganze Welt zu verbreiten, haben wir auch den "Supreme Leader" des iranischen "Gottesstaates", Sayyed Ali Khamenei, befragt, ob bzw. unter welchen Bedingungen die Errichtung einer SOAK an den wunderschönen Gestaden des Persischen Golfes oder des Kaspischen Meeres zulässig wäre. Nachstehend ein kleiner Auszug seiner Antworten, die auch auf seiner Homepage (engl. Version/Rubrik Practical Laws of Islam) nachlesbar sind:

1) Malerei, Skulptur:
F: Wie ist die Auffassung hinsichtlich der Herstellung von Skulpturen oder beim Zeichnen lebendiger Wesen (Pflanzen, Tiere und Menschen)?

A: Es ist überhaupt nichts Nachteiliges an Skulpturen, Fotografien und Malereien von Geschöpfen, die keine Seele haben. Ebenso ist die Anfertigung von Skulpturen oder Malereien lebendiger Wesen, die eine Seele haben, nicht schädlich, insofern dies nicht dreidimensional oder in voller Größe erfolgt. Was die komplette Skulptur eines Menschen oder eines Tieres betrifft, so ist es ein Problem.

2) Tanz:
F: Wie ist die Ansicht bei der Gründung von Tanzschulen?

A: Die Gründung von Tanzschulen und die Förderung des Tanzens richten sich gegen die Ziele des Islamischen Systems.

3) Musik:
F: Wie sind die Vorschriften beim Hören von westlichen lahwī-Liedern (= vergnügende bzw. stimulierende Lieder) und Musik?

A: Es ist harām (= verboten bzw. tabu), lahwī-Musik (= vergnügende, stimulierende Musik) oder Lieder, die typisch sind für Zusammenkünfte von lahw und Unwahrheit, zu hören oder zu spielen, ungeachtet der Sprache, in der es komponiert ist oder des Ursprungslandes. Aus dem gleichen Grund ist es auch nicht erlaubt, sie zu hören.

Ich denke, wir bleiben doch lieber in Vasilikos ...
Unsere Gedanken sind jedenfalls bei jenen Menschen im Iran, die derzeit unter großem persönlichen Risiko für ein Leben mit mehr Freiheit, Gerechtigkeit und ohne ideologische Manipulation friedlich auf die Straße gehen.

Donnerstag, 18. Juni 2009

Fruchtiges Malen


In Josefs Acryl-Kurs herrscht Goldgräberstimmung. Das "Herz als Bergwerk" bekommt Gestalt und auch der Sand kommt nicht ungeschoren davon - er wandert vom Strand auf die Leinwand. So reimt sich Natur und Kunst. Bei Michi delektieren sich die Maler(innen) eher an weißen und schwarzen Maulbeeren, die Äste weise über ihren Arbeitsplätzen hängen. Auch Feigen & Granatäpfel drängen am alten Bauernhof schon nach ihrer Gestalt und verlangen danach, entweder leiblich oder künstlerisch verspeist zu werden. FRUCHTIGES MALEN - da baumelt nicht nur die Seele sondern auch die Frucht. Und wenn Assistentin Daya ihre betörende Musik einlegt (wenn es nicht gerade, wie heute - schallendes Gelächter verursachendes - "so this is christmas ..." ist), die sich angenehm-inspirierend über den Malplatz verströmt und liebevoll mal das eine oder andere erfrischende Nesfrappé organisiert, kommen die Musen von ganz alleine und küssen die vergnügte Malschar.

Dienstag, 16. Juni 2009

"SOAK-Glücksgen" beeinflusst die Wahrnehmung


Ob jemand eher die Sonnenseiten des Lebens sieht, hängt britischen Wissenschaftlern zufolge möglicherweise von einer Genvariation ab, die eine positive Sicht der Welt begünstigt. Im Rahmen der Studie haben die Forscher rund um Elaine Fox von der Universität Essex das Gen namens 5-HTTLPR-SOAK genauer untersucht, das beim Transport des "Gute Laune"-Stoffs Serotonin im Gehirn eine wichtige Rolle spielt.
Die Studie "Looking on the bright side: biased attention and the human serotonin SOAK-transporter gene" von Elaine Fox et al. ist in der aktuellen Ausgabe der "Proceedings of the Royal Society B" (25. Februar 2009, DOI: 10.1098/rspb.2008.1788) erschienen.
Quelle: science-orf.at und Abstract der Studie der Royal Society

Empfänglich für positives Material

Für ihre Studie zeigten die Wissenschaftler den 97 Versuchspersonen mehrere Bilderpaare aus drei verschiedenen Kategorien: Negative Bilder, die beim Betrachter Angst oder Stress auslösen, angenehme Bilder, wie jene des Strandes von Vasilikos, malender, tanzender, singender und dichtender Menschen sowie neutrale Bilder. Die Bildpaare waren jeweils aus zwei der Kategorien zusammengesetzt. Bei der Analyse der Reaktionen zeigte sich, dass die 16 Versuchspersonen mit einer langen Variante des Gens negatives Material auffällig mieden, während sie für positives Material besonders empfänglich waren. Bei den übrigen Teilnehmern, die das Gen in zwei kürzeren Varianten trugen, war es laut den Wissenschaftlern genau umgekehrt gewesen, wenn auch nicht ganz so deutlich ausgeprägt.


SOAK-Genvariation macht belastbarer

Dies deute darauf hin, dass die Neigung, das Gute im Leben zu sehen, ein "kognitiver Kernmechanismus" sei, der darüber entscheide, wie stressbelastbar ein Mensch sei.
Wie sagten schon Monty Pythons: "Always Look on the Bright Side of Life, la, la - lalalala - la,la :-)))))

Montag, 15. Juni 2009

NEUER SOAK-Kurs: Gai-da-ROREO














Heute stellen wir dir den neuesten Kurs in der SOAK vor: "Die Kunst des Eselkampfes" - Kursleiter: Sascha Osaka


Eselkampf (griechisch: gai-daroreo) ist ein altgriechisches Ritual, dessen Thema der Kampf eines Menschen gegen einen Esel ist. Die bekanntesten Eselkämpfe finden auf Zakynthos statt, aber auch in Albanien, Nordkorea, in den ehemaligen griechischen Kolonien (Persien) und griechisch beeinflussten Regionen in Australien und den USA. Eine nicht-tödliche Version wird als Erbe zakynthischer Vergangenheit auf der tansanianischen Insel Pemba gepflegt. Je nach Region wird nach unterschiedlichen Regeln gekämpft. Eselkämpfe sind international von einer ethischen Position aus umstritten. Auf Zakynthos nicht. Im zakynthischen Eselkampf, der Gai-Darida (altgriechisch: „Rennen“), wird der Eselkämpfer Gai-da-RORERO (von Gaidaros, „Esel“) genannt. Der Eselkampf findet in einer Eselkampfarena (Platia de Gaidaros) statt, die meist ausschließlich diesem Zweck dient. Das wesentliche Element des Eselkampfes ist die Form der Durchführung, das kultische Ritual, das mit ihm einhergeht. Meist treten bei einer Gai-Dorida drei Gai-da-rorero und sechs Esel auf. Ein Kampf dauert - abhängig von der Kondition des Gai-daroreros und seiner Fluchtgeschwindigkeit - etwa 2 Minuten. Pro Jahr finden auf Zakynthos rund 2.000 Eselkampfveranstaltungen statt, was dazu geführt hat, dass der Esel mittlerweile als bedrohte Tierart in Griechenland gilt. Der Esel reagiert, entgegen einem populären Irrtum, nicht aggressiv auf die Farbe Rot, sondern vielmehr auf die ängstlichen Bewegungen, die der hinter dem Tuch versteckte Gai-da-rorero vollführt.

Sascha Osaka, geb. in Graz, folgte dem Rat eines tibetischen Lamas und wechselte vom mittleren Management zum Eselkampf. Lebt als freischaffender Fotografier und Eselkämpfer in Wien. Da Sascha Buddhist ist, wird unser Esel "Ouzo" vor dem Kampfkurs immer an einen Olivenbaum geleint. Der Kurs kann deshalb bis zu zwei Stunden dauern. Mitzubringen sind buntgetupfte Tücher, bequeme Kleidung und Pferdekekse der Marke "Mon Cheval de Luxe"-Geschmacksrichtung Johannisbrotbaum für Kurs-Esel "Ouzo".

Nach Saschas Kurs wirst du solche Situationen wesentlich eleganter meistern :-)

Samstag, 13. Juni 2009

Griechischer Tanz - einfach erlernt



Auf das Meer schauen, ein Gläschen Retsina trinken und einen Choriatiki genießen, einander "Yamas" zuprosten, sich an den Schultern fassen und barfuß im Sand einen Sirtaki tanzen, steht bei uns auf Zante für pure Lebensfreude. Alle möglichen griechischen Tänze, vom Syrtos bis zum Kalamatianos, unterrichtet - genau in dieser Minute - Evelyn bereits die dritte Woche. Doch Choreografien einzustudieren ist nicht jedermanns Sache. Meine jedenfalls nicht. Deshalb habe ich heute in Nikolakis Taverne ein Kursvideo für alljene gedreht, die einfach mal ganz spontan Teller klirren lassen und aus purem Lebensgefühl heraus das griechische Tanzbein schwingen wollen. Das Einzige was du dazu dazu brauchst, ist bloß eine Olive ... viel Spass!

Griechisch-schwedische Freundschaft

Seit SOAK-Beginn-2009 säumen lindgrüne, himmelblaue & zuckerlrosa-ne Säcke den Weg zum alten Bauernhof (Platia SOAKaki). Jö, sind das schöne Einkaufssackerln, meinte unlängst eine Dame und erhoffte, ein solch flippig-farbenfrohes Utensil im Büro käuflich erwerben zu können. Würde die Schlepperei von den Mini-Markets zum Domizil erleichtern. Leider gibt's noch keinen IKEA auf Zante (der Elch bevorzugt die Kälte) - dort kommen die bunten Blumenübertopf-Sackerln nämlich her. Sind zum aktuellen Midsömmarnachts-Abverkauf noch günstiger zu haben. Fleischbällchen inklusive. Die kommen aber definitiv aus Griechenland und heißen hier "Keftedes".

Freitag, 12. Juni 2009

Naschkatzen

Langsam überleg´ ich mir, eine SOAK am Naschmarkt zu eröffnen. Noch vor zwei Stunden stand ich am Flughafen, um Ginka abzuholen, die abends nach Berlin weiter fliegt. Ach, wurde mir warm ums Herz, als ich viele liebe Freunde und SOAKies sah, die gebräunt, gut gelaunt & voll gepackt mit bunt getupften Werken aus den Arrival-Schiebetüren quollen. Ein Stock drüber geht es wieder retour nach Zante, aber die Verlockung, mit Ginka einen schönen Nachmittag am Wiener Mittelmeer zu verbringen, ist auch groß. Johann Wolfgang Ginka, metaphysische Wortbändigerin aus Berlin, hat mit ihren SOAK-Schreiberlingen wieder zwei Wochen lang Buchstabengemälde in den zakynthischen Himmel gemalt. Der Kurs für nächstes Jahr ist gleich fixiert: "Schreiben ohne zu wollen" - tipota problema - mit Ginka will man/frau einfach. Jetzt sitzen wir mit John und Dilip im Aquarium. Dilip gibt Ginka eine Sri.Lankesisch-schamanische Handmassage und John raisoniert über seine Hippie-Zeit auf Ibiza und Furtwängler-Sprüche. Aus Dilips Gürteltasche guckt eine vorwitzige kleine Stoffmaus, die von Ginka flugs Josephine getauft wird. Ginka kauft einen Augustin als Fluglektüre. Wir naschen das Leben und freuen uns auf Zante, das wir schon bald wieder unsicher machen werden.

Dienstag, 9. Juni 2009

Freude hoch DREI


JUCHE-HOPSA-HEISASA!!! Das "Juche!" gilt der samstätig-glanzvollen LOGOS-Bar Eröffnung. Costas hat sich selbst in den Schatten gestellt und endlich wieder Anfang Juni aufgesperrt. Hoffentlich geht dort nun wieder nächtens regelmäßig die Post ab. Das "Hopsa" gilt dem Wiedereinmalversuch, in Zante die Mülltrennung einzuführen. In der SOAK stehen jedenfalls bereits zusätzliche Behälter zur Verfügung. Mal sehen, wielange die Zakynther diesmal durchhalten. Dass mit ein wenig mehr Geld die Insel wesentlich sauberer zu halten gewesen wäre, bemerkte schon vor über 100 Jahren der öst. Erzherzog Ludwig Salvator in seiner berühmten, über 1.000 Seiten starken Monografie "ZANTE". Und ihm gilt das mit Abstand größte "Heisasa". Sein grandioses und wichtigstes Werk über unsere heiß geliebte Insel ist ab sofort für jedermann/frau kostenlos online lesbar (www.ludwig-salvator.com). Eine Wissens- und Inspirationsquelle für alle ZANTisten. Viel Spass!

Samstag, 6. Juni 2009

Die bunten Tupfen vermehren sich

Volles Haus und viele Wiederholungstäter versprechen eine sonnig-wonnigliche zweite SOAK-Woche. Die derzeitige Flugsituation ermöglicht bereits eine freitägige Kursvorstellung, sodass heute schon in aller Herrgottsfrühe Chi & sonstige Energien im Amphitheater bewegt wurden. Michi war glücklich, dass sie die vormittägliche Mal-Session leiten konnte und Josef freute sich, länger zakynthische Matratzen genießen zu dürfen, um mit seiner Pinselschrift erst um 14 Uh zu starten. Ginka wandelt am Strand auf der Suche nach den schönsten Herz-Steinen, um ihre BuchstabenkünstlerInnen spielend auf die ganze LINIE zu bringen. Mal sehen, ob sie morgen schon mitbloggt ...

Freitag, 5. Juni 2009

Naschmarkt grüßt Zante

Die Prosa von Ginka & Co's "Schneckenbordell" bei der gestrigen Vernissage im Amphitheater und Georgias Stimme beim kurzen Abschiedskonzert im Coffee-House klingen noch in meinen Ohren, als ich heute um neun schlaftrunken den Transferbus zum Airport besteige. Auch Omar, Sascha & Gottfried sind noch vom letztnächtlichen Schlafentzug gekennzeichnet. Die Sonne hat unser zantiotisches Reich wieder zurück erobert, die Wettervorhersage verheißt unverschämte 35 Grad für das Wochenende. Leider nicht für uns, die zur Rückkehr Verdammten. Chek-in, Umarmungen, Warten auf die verspätete Maschine, ein letzter Blick auf den Skopos und ab geht es Richtung Kälte. Das obligat-lätscherte Dogudan-Schnitzerl stimmt auf die Heimat ein. Nein, ich will nicht zurück, will lieber meine öligen "Ärbsen met Katofeln" bei Nikolaki mit Blick auf´s Meer. Es gibt ohnehin Ouzo als begleitendes Magenbalsam. Doch der Autopilot steuert unbeirrt nach Norden. Wien-Schwechat, 14 Uhr 13: bewölkter Himmel, 19 Grad, hektisch herum schwirrende Menschen, leichte Depressionen. Trag es mit Fassung, sagt Gottfried, du bist ohnedies in vier Wochen wieder unten. Trostpflaster. Wir beschließen, uns am Naschmarkt zu akklimatisieren - dort, von wo aus vor zwei Wochen die Reise begann. Auch eine Art Mittelmeer. Die Sonne kommt durch und taucht das goldene Wiener Herz wieder in etwas milderes Licht. Während wir auf mediterrane Küche warten, blogge ich und beschließe, das auch weiter zu tun. Ouzo hat versprochen, mich mit Neuigkeiten von der Insel zu versorgen. Thawma - wunderbar!

Donnerstag, 4. Juni 2009

MAL-Zeit

Gestern Abend war es soweit. Die erste SOAK-Vernissage am alten Bauernhof ging über die Bühne. Eingeleitet wude sie von einer stimmungsvoll inszenierten Djembe-Perfomance von Gerhard Kero und seinen KursteilnehmerInnen. Anschließend labte sich die SOAK-Community sowohl leiblich als auch visuell an den in der ersten Kurswoche entstandenen Werken in den Sparten Aquarell- und Acrylmalerei. Ausgiebig bestaunt und besprochen wurden nicht nur interessante neue Arbeiten langjähriger und "erfahrener" TeilnehmerInnen, sondern auch viel versprechende Werke von Neo-Malfreaks, für deren einige es alsbald auch reges Kaufinteresse gab. Eine interessante Möglichkeit, sich den Aufenthalt in der SOAK zu finanzieren! Aber was wäre eine MAL-Zeit ohne Live-Musik. Schon nach einer Stunde jammten Georgia Velivasaki, Nikos Pipinelis, Omar Gil und Gottfried Schöler, dass sogar die Maulbeeren auf den darüber liegenden Ästen im Graeco-Salsa-Rhythmus zitterten. Auch Marie Therese Escribano konnte es sich zum Gaudium aller nicht verkneifen, mit köstlichen Gesangsimprovisationen einzusteigen. Das ist eben die SOAK. Nach Mitternacht löste sich dann das bunte Treiben langsam auf, um glückselig in Morpheus Armen Kraft für den letzten Kurstag zu suchen.

Dienstag, 2. Juni 2009

Ich liebe die Krise ....

Menschenleere Traumstrände, paradiesische Ruhe, Sonnenschein ohne Ende, relaxte Griechen und herrlich ruhiges, in allen Blautönen schillerndes Meer. Ich weiß, klingt irgendwie kitschig und klingt nach schön geredeten Werbeslogans. Ist aber schlicht und einfach die unglaubliche Realität eines zakynthischen Sommers 2009. Die spürbar rückläufigen Touristenströme haben der Insel gleichzeitig wieder eine verloren geglaubte Qualität zurück gebracht. Das ist es, wonach wir uns letztlich alle sehnen: wunderschöne Natur, Wärme, Loslassen, Freiheit & Unbekümmertheit spüren, Ruhe genießen, mit der Seele baumeln und uns wieder spüren.

In der SOAK ist heute Faulenzen angesagt. Keine Kurse. Einige sind mit Alexandros bei angenehmer Brise am Seegelboot unterwegs, baden in kristallkaren Buchten, halten Ausschau nach den sich der Insel nähernden Carett-Schildkröten, andere erkunden auf eigene Faust kleine Dörfer, lauschige Tavernen und idyllische Klöster im Landesinneren und der Rest genießt den Tag lesend, sonnenbadend, schnarchend oder Tavli spielend auf einer bequemen Strandliege. Kales diakopes!

Montag, 1. Juni 2009

Chronia polla
















Die SOAK ist eine große Familie, in der regelmäßig auch gefeiert wird. Heute stehen drei Geburtstagskinder auf der Liste. Nummer 1 ist unser Esel Ouzo, der sich nach Andreas Winterentflohungs-Dreckabspül-Schaumbad (griechische Winterpflege läßt leider sehr zu wünschen übrig) sichtlich wie neu geboren und tierisch wohl fühlt. Während der einstündigen Rubbel- und Badeaktion hat er auch nur deshalb so brav still gehalten, weil ich ihn ständig mit "Mon Cheval Exclusiv"- Pferdekeksen (Geschmacksrichtung Johannisbrotbaum) verwöhnt habe. Nun ist er süchtig darauf und verweigert störrisch banale Heukost. Wird ein verdammt teurer Sommer ...

Geburtstagskinder 2 und 3 sind unsere Kursleiter Andrea Altemüller und Omar Gil, die heute Abend so richtig abfeiern. Zuerst trifft sich die fröhliche Gratulantenschar in der Bousulas-Taverne, wo auch unsere für ein paar Tage aus Athen angereisten Musikerfreunde Georgia Velivassaki & Nikos Pipinelis einige Geburtstagsständchen zum Besten geben werden. Anschließend geht die Party dann bis in die frühen Morgenstunden im Altius-Club weiter. Happy Birthday - chronia polla!