Freitag, 5. Juni 2009

Naschmarkt grüßt Zante

Die Prosa von Ginka & Co's "Schneckenbordell" bei der gestrigen Vernissage im Amphitheater und Georgias Stimme beim kurzen Abschiedskonzert im Coffee-House klingen noch in meinen Ohren, als ich heute um neun schlaftrunken den Transferbus zum Airport besteige. Auch Omar, Sascha & Gottfried sind noch vom letztnächtlichen Schlafentzug gekennzeichnet. Die Sonne hat unser zantiotisches Reich wieder zurück erobert, die Wettervorhersage verheißt unverschämte 35 Grad für das Wochenende. Leider nicht für uns, die zur Rückkehr Verdammten. Chek-in, Umarmungen, Warten auf die verspätete Maschine, ein letzter Blick auf den Skopos und ab geht es Richtung Kälte. Das obligat-lätscherte Dogudan-Schnitzerl stimmt auf die Heimat ein. Nein, ich will nicht zurück, will lieber meine öligen "Ärbsen met Katofeln" bei Nikolaki mit Blick auf´s Meer. Es gibt ohnehin Ouzo als begleitendes Magenbalsam. Doch der Autopilot steuert unbeirrt nach Norden. Wien-Schwechat, 14 Uhr 13: bewölkter Himmel, 19 Grad, hektisch herum schwirrende Menschen, leichte Depressionen. Trag es mit Fassung, sagt Gottfried, du bist ohnedies in vier Wochen wieder unten. Trostpflaster. Wir beschließen, uns am Naschmarkt zu akklimatisieren - dort, von wo aus vor zwei Wochen die Reise begann. Auch eine Art Mittelmeer. Die Sonne kommt durch und taucht das goldene Wiener Herz wieder in etwas milderes Licht. Während wir auf mediterrane Küche warten, blogge ich und beschließe, das auch weiter zu tun. Ouzo hat versprochen, mich mit Neuigkeiten von der Insel zu versorgen. Thawma - wunderbar!
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