Dienstag, 16. Juni 2009

"SOAK-Glücksgen" beeinflusst die Wahrnehmung


Ob jemand eher die Sonnenseiten des Lebens sieht, hängt britischen Wissenschaftlern zufolge möglicherweise von einer Genvariation ab, die eine positive Sicht der Welt begünstigt. Im Rahmen der Studie haben die Forscher rund um Elaine Fox von der Universität Essex das Gen namens 5-HTTLPR-SOAK genauer untersucht, das beim Transport des "Gute Laune"-Stoffs Serotonin im Gehirn eine wichtige Rolle spielt.
Die Studie "Looking on the bright side: biased attention and the human serotonin SOAK-transporter gene" von Elaine Fox et al. ist in der aktuellen Ausgabe der "Proceedings of the Royal Society B" (25. Februar 2009, DOI: 10.1098/rspb.2008.1788) erschienen.
Quelle: science-orf.at und Abstract der Studie der Royal Society

Empfänglich für positives Material

Für ihre Studie zeigten die Wissenschaftler den 97 Versuchspersonen mehrere Bilderpaare aus drei verschiedenen Kategorien: Negative Bilder, die beim Betrachter Angst oder Stress auslösen, angenehme Bilder, wie jene des Strandes von Vasilikos, malender, tanzender, singender und dichtender Menschen sowie neutrale Bilder. Die Bildpaare waren jeweils aus zwei der Kategorien zusammengesetzt. Bei der Analyse der Reaktionen zeigte sich, dass die 16 Versuchspersonen mit einer langen Variante des Gens negatives Material auffällig mieden, während sie für positives Material besonders empfänglich waren. Bei den übrigen Teilnehmern, die das Gen in zwei kürzeren Varianten trugen, war es laut den Wissenschaftlern genau umgekehrt gewesen, wenn auch nicht ganz so deutlich ausgeprägt.


SOAK-Genvariation macht belastbarer

Dies deute darauf hin, dass die Neigung, das Gute im Leben zu sehen, ein "kognitiver Kernmechanismus" sei, der darüber entscheide, wie stressbelastbar ein Mensch sei.
Wie sagten schon Monty Pythons: "Always Look on the Bright Side of Life, la, la - lalalala - la,la :-)))))

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