Freitag, 19. Juni 2009

SOAK im "Gottesstaat"

Da wir in kreativ-imperialistischer Weise keinen Versuch ungenützt lassen wollen, das SOAK-Glücksgen über die ganze Welt zu verbreiten, haben wir auch den "Supreme Leader" des iranischen "Gottesstaates", Sayyed Ali Khamenei, befragt, ob bzw. unter welchen Bedingungen die Errichtung einer SOAK an den wunderschönen Gestaden des Persischen Golfes oder des Kaspischen Meeres zulässig wäre. Nachstehend ein kleiner Auszug seiner Antworten, die auch auf seiner Homepage (engl. Version/Rubrik Practical Laws of Islam) nachlesbar sind:

1) Malerei, Skulptur:
F: Wie ist die Auffassung hinsichtlich der Herstellung von Skulpturen oder beim Zeichnen lebendiger Wesen (Pflanzen, Tiere und Menschen)?

A: Es ist überhaupt nichts Nachteiliges an Skulpturen, Fotografien und Malereien von Geschöpfen, die keine Seele haben. Ebenso ist die Anfertigung von Skulpturen oder Malereien lebendiger Wesen, die eine Seele haben, nicht schädlich, insofern dies nicht dreidimensional oder in voller Größe erfolgt. Was die komplette Skulptur eines Menschen oder eines Tieres betrifft, so ist es ein Problem.

2) Tanz:
F: Wie ist die Ansicht bei der Gründung von Tanzschulen?

A: Die Gründung von Tanzschulen und die Förderung des Tanzens richten sich gegen die Ziele des Islamischen Systems.

3) Musik:
F: Wie sind die Vorschriften beim Hören von westlichen lahwī-Liedern (= vergnügende bzw. stimulierende Lieder) und Musik?

A: Es ist harām (= verboten bzw. tabu), lahwī-Musik (= vergnügende, stimulierende Musik) oder Lieder, die typisch sind für Zusammenkünfte von lahw und Unwahrheit, zu hören oder zu spielen, ungeachtet der Sprache, in der es komponiert ist oder des Ursprungslandes. Aus dem gleichen Grund ist es auch nicht erlaubt, sie zu hören.

Ich denke, wir bleiben doch lieber in Vasilikos ...
Unsere Gedanken sind jedenfalls bei jenen Menschen im Iran, die derzeit unter großem persönlichen Risiko für ein Leben mit mehr Freiheit, Gerechtigkeit und ohne ideologische Manipulation friedlich auf die Straße gehen.
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