Sonntag, 23. Mai 2010

Paradies nicht zu vermieten

Menschenleere Strände, kaum ein Wölkchen am Himmel, angenehm warmes, kristallklares Meer, Vogelgezwitscher und die Wärme der Sonne auf meiner Haut. Ich liebe die Journalisten, die Tag ein Tag aus über Asche spuckende Vulkane und Staatspleiten schreiben und ihren Lesern die Lust am Reisen vergällen. So muss ich wenigstens mein Paradies mit niemandem teilen. Höchtens mit den Trommelfreaks, die schon ein paar Tage vor mir angekommen sind und am Bauernhof inbrünstig ihre Djemben beklopfen. Heute morgen schon fantastisch bei Yanni gefrühstückt und Wlan ausprobiert (funktioniert einwandfrei), anschließend Begrüßungsrunde durch den Ort gemacht (heute Abend bin ich schon an fünf Plätzen zum Essen eingeladen - Diät adieu), bei Costas am Strand gechillt und jetzt bringe ich den griechischen Freunden Strand putzen bei. Angesichts des üppig vergrößerten Sandparadieses macht das besonders Spass. Die Trommler geben unerbittlich den Arbeitstakt an. Nikos will schon nach einer viertel Stunde zu putzen aufhören - nichts da file mou, jetzt wird gehackelt bis die Schwarten krachen! Und kommt bitte bloss nicht auf die Idee, uns im Paradies zu besuchen - wir vermieten nicht.
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