Montag, 30. Juli 2012

OPUS rockte die Insel

Die letzte Woche hatte es musikalisch in sich. Jedenfalls kann ich mich nicht erinnern, dass in den letzten 20 Jahren die Musiker eine weltbekannten Pop/Rockband ihre Füßchen auf die Insel gesetzt hätten, um im Amphitheater der Stadt zu konzertieren. Diese Premiere blieb der österreichischen Gruppe OPUS vorbehalten, die nun schon seit über 30 Jahren Musikgeschichte schreiben. Die Herren sind zwar schon etwas älter, aber ihrer musikalischen Qualität hat das in keiner Weise geschadet. Ganz im Gegenteil, es scheint fast so wie beim guten Wein zu sein. Je reifer, umso gehaltvoller. Und auf der Bühne ziehen sie eine Show ab, von der so manche junge Musiker noch lernen könnten. Aber dazu später. Vergangenen Dienstag traf die Band mit großem Begleittross auf der Insel ein. Bereits am nächsten Tag gab es ein erstes Stelldichein in Porto Koukla, wo Pavlos Linardos - der die erste offizielle griechische Live-Version des OPUS-Welthits "Live is Life" produzierte - ein Hotel mit einer  romantischen Bar betreibt, in der viel musiziert wird. Dort schmetterte alsdann Herwig Rüdesser, der für mich eine der besten Rockstimmenaller Zeiten hat, nur mit der Gitarrenbegleitung von OPUS-Chef Ewald Pfleger vor rund 100 Leuten einige OPUS-Klassiker. Etwas mehr Publikum - nämlich rund 300 musikbegeisterte Menschen - darunter nahezu die gesamte Sommerakademie, tummelte sich dann am Freitag in der Logos-Bar in Vasilikos, wo OPUS exklusiv zum 20-jährigen SOAK-Jubiläum aufspielten. Und dieses einzigartige Event (Videos folgen demnächst) wäre fast nicht zustande gekommen, da eine eifersüchtige Zakynthische Radiostation mit allen Mitteln zu verhindern suchte, dass vor dem großen Konzert in der Stadt ein Auftritt der ganzen Band erfolgte. So wurde ein örtlicher Instrumente-Verleiher, bei dem die notwendige Backline (Drum Set, Verstärker, etc.) geordert worden war, unter Druck gesetzt, diese nicht auszuliefern. Doch diese Kleingeister hatten das sommerakademischen Organisationsvermögen unterschätzt. Flugs wurde das mittlerweile sehr ansehnliche musikalische SOAK-Musikequipment herbeigeschafft und die professionellen OPUS-Tontechniker bastelten daraus einen für die Logos-Bar perfekten Sound. Ab 23h war es dann soweit und die wie in alten Zeiten aus allen Nähten platzende Logos-Bar hob mit Hits wie "Flying High", "Eleven", "Raise Your Hands" und "Follow Me" in den sternenfunkelnden zakynthischen Nachthimmel ab. Dass es als Zugabe noch "Live is Life" live in der Logos gab,  war da selbstverständlich und ging in die Annalen unseres sommerlichen " Wohnzimmers" ein. Logos-Bar Chef Kostas war umso beglückter, als danach noch bis in die frühen Morgenstunden bei einer "80ies-Party abgetanzt wurde.

Am Samstag zog der OPUS-Tross dann in das Amphitheater der Statt ein, wo bei freiem Eintritt rund 2000 begeisterte Besucher, darunter auch viele auf Zakynthos weilende Touristen,  ein mitreißendes und stimmungsvolles Konzert erlebten. Als Gäste standen neben OPUS auch die erstklassigen österreichischen Musiker Paul Pfleger und Michael Vatter auf der Bühne. Besondere Begeisterung löste beim griechischen Publikum die griechische Version von Live is Life" aus, die von Pavlos Linardos gesungen wurde. Eine eindrucksvolle Darbietung österreichischer Spitzenkünstler und ein Streifzug durch jahrzehntelanges musikalisches Wirken des OPUS-Pocus-Circus.

Gestern wurde der Besuch der steirischen Band noch durch eine elegant-stimmungsvolle After-Show-Party für 80 geladene Gäste auf dem Gelände des "House Marathia" unseres Freundes Stefan Hammer (Initiator und Hauptorganisator des Konzertes sowie Standortgeber der SOAK-Webcam mit Blick auf die Trauminsel Marathonisi) abgerundet, wo ebenfalls noch umfangreich unter dem 
Sternenhimmel musiziert wurde. IT WAS A GREAT PLEASURE TO HAVE YOU HERE ON THE ISLAND - KEEP ON ROCKING!

Donnerstag, 26. Juli 2012

OPUS auf Zakynthos eingetroffen

Opus, eine der bekanntesten österreichischen Pop/Rockbands sind auf Zakynthos eingetroffen, wo sie am kommenden Samstag im großen Amphitheater der Stadt ein Open-Air-Konzert geben werden. Überall auf der Insel sind Ankündigungsplakate dieses Events zu sehen und die lokalen Radiostationen spielen regelmäßig die weltbekannten Hits der Gruppe. In besonders guter (Sing-)laune und Form zeigte sich gestern in ganz kleinem Rahmen Opus-Voice Herwig Rüdesser, für viele einer der besten Rockleadsänger weltweit. Der Song "Live is Life" hat die Band vor über zwei Jahrzehnten weltberühmt gemacht und sie zu Konzerten über den ganzen Globus geführt. Aufgrund ihrer musikalischen Qualität sind die Männer rund um Opus-Chef Ewald Pfleger nach wie vor äußerst gefragt und bestreiten dieses Jahr beispielsweise eine gemeinsame Tournee mit der englischen Rocklegende "Status Quo". Für da Konzert auf Zakynthos verzichtet die Band auf eine Gage, nicht zuletzt deshalb, da Ewald Pfleger seit vielen Jahren Urlaub auf der Insel macht und die Band in der aktuellen Situation des Landes "good vibes" an die Menschen auf Zante senden will. Dank der großartigen Organisation unseres Freundes und Webcam-Betreibers Stefan Hammer und zahlreicher Sponsoren vor Ort, darunter natürlich auch die SOAK, konnten die Rahmenbedingungen für dieses Großereignis in einem exzellenten Teamwork zur Zufriedenheit aller gestaltet werden. Der Eintritt zum Konzert ist gratis, weshalb auch bis zu 3.000 griechische Besucher/innen erwartet werden, die zudem der sehr gelungenen offiziellen griechischen Live-Version von "Live is Life" des zakynthischen Sängers Pavlos Linardos mit großer Freude entgegensehen. Ein ganz spezielles Erlebnis wird jedoch der morgige Auftritt der Band in der Logos-Bar von Vasilikos anläßlich des 20-jährigen SOAK-Jubiläums sein. Die Logos wird schon wie lange nicht mehr aus allen Nähten platzen, wenn die Band - mit voller Backline ausgestattet - speziell für die SOAKies Gas gibt. Alles in allem eine großartige Werbung für Österreich und seine Musikkultur, ein starkes Zeichen der Verbundenheit mit Zakynthos (kein anderes Land setzt hier so viele positive Impulse wie ambitionierte Österreicher) und ein mit Sicherheit rockiges Wochenende, von dem auf der Insel noch lange gesprochen wird!

Montag, 16. Juli 2012

Neue Tunes und heiße Nächte in der Logos-Bar

Die Hitze liegt über der Insel. Doch obwohl 38 Grad im Schatten nicht eben ein Honiglecken sind, dreht sich das SOAK-Kurskarussell ungetrübt weiter. Immerhin zieht stets eine leichte Meeresbrise durch die Föhren- und Olivenhaine und sorgt für angenehme Kühlung. Sei's drum, hier ist wenigstens jeden Tag Sommer und das Nähe Meer bietet jederzeit greifbare Erfrischung. Dass auch die Nächte in Vasilikos heiß bleiben, dafür sorgt nun auch wieder die legendäre Logos-Bar. Costas, deren Chef, der heuer sein 30-jähriges Jubiläum feiert, hat seine Location nunmehr bis Ende August einem neuen Clubbing-Veranstalter übergeben, der mit heißem Cuba-Latin-Sound, kubanischen Barkeepern und attraktiven Tänzer/inne/n zunächst mal attraktive Abwechslung verspricht. Mal sehen, wie die neue Linie ankommt und ob von ihr auch junges Publikum aus der nahen Stadt angezogen wird. Bei der gestrigen Premiere war dies leider noch nicht der Fall, aber Neuigkeiten müssen sich auch erst mal herumsprechen. Die SOAKies hatten einen vergnüglichen Abend, bei dem es auch nicht an qualitativer Live-Musik einer erstklassigen zakynthischen Band fehlte. Am 27. Juli wird in der Logos jedenfalls OPUS ihren Welthit "Live is Life" live spielen, bevor sie am darauf folgenden Tag 3.000 Menschen in das große Amphitheater der Stadt locken werden. Eine Fülle heißer Nächte auf der Insel sind also garantiert.

Samstag, 14. Juli 2012

Walzerklänge in Zakynthos

Man nehme eine wunderschöne, sternenklare Nacht, einen herrlichen Ausblick auf die Stadt Zakynthos und deren Hafen sowie sanftes Zikadengemurmel - und fertig sind die Zutaten für einen wunderschönen Konzertabend im großen Amphitheater von Zakynthos. Das Besondere am gestrigen Abend war aber, dass ein fünfzigköpfiges Jugendorchester der Musikschule aus Hohenems (Vorarlberg)in Zante gastierte und unsere Ohren mit bekannten Walzerklängen, aber auch Tangostücken von Astor Piazolla und Melodien von Mikis Theodorakis verwöhnte. Besondere Begeisterung beim zakynthischen Publikum löste eine Hymne an den auf der Insel sehr verehrten Dichter Andreas Calvos aus. Als das Konzert - ähnlich wie das berühmte Neujahrskonzert - mit dem Radetzkymarsch endete, kannte die Begeisterung keine Grenzen und brachte den sehr jungen Künstler/inne/n standing ovations. Diese wurden hingegen nicht dem ebenfalls anwesenden Bürgermeister zu Teil, der sich (zu Recht) von einigen Konzertbesuchern lautstarke Missfallenskundgebungen für die überaus kurzfristige Konzertankündigung gefallen lassen mußte. Erst zwei Tage zuvor war nämlich erst das sommerliche Veranstaltungsprogramm aufgelegt worden - na ja Greek system eben - das wunderbare Jugendorchester hätte sich sicherlich ein größeres Publikum verdient. Wir werden sehen, ob das beim OPUS-Konzert am 28.7. besser funktioniert. Aber da organisiert die SOAK ja auch ein bißchen mit.

Mittwoch, 11. Juli 2012

Die internationale Olivenöl-Pantscherei und Frauen-Power aus Kiliomeno

Zakynthos ist eine Insel, die neben dem Tourismus vorallem von der Landwirtschaft lebt. Die fruchtbare Erde, das milde Klima und ausgiebige Regenfälle in den Wintermonaten lassen so ziemlich alles Pflanzliche gedeihen. Unvorstellbare 1,8 Millionen Olivenbäume liefern beispielsweise mit ihren überwiegend Koroneiki-Oliven den Rohstoff für eine der besten Olivenölqualitäten weltweit. Bloß ist zakynthisches Olivenöl in keinem österreichischen Supermarktregal zu finden. Weshalb? Weil der Löwenanteil der hochwertigen Produktion für lächerlich wenig Geld vorwiegend Großabnehmer in Italien findet, die dieses kostbare, in wunderschönen Grüngold-Tönen schimmernde und fantastisch schmeckende Naturprodukt zum Gewinn bringenden Verschneiden mit minderwertigen Ölen benötigen. Richtig gehört? Leider ja - und das funktioniert so: Nach dem zentrifugalen Pressen des zuvor gemahlenen und gekneteten Olivenbreis verbleibt ein Presskuchen, der noch immer 3-6% Ölanteil enthält. Dieser kann jedoch nur mehr mit chemischen Lösungsmitteln und komplizierten Filtermethoden gewonnen werden. Das derart entstehende Raffinat ist geruch- und farblos und dürfte als sogenanntes "Lampantöl" nicht in Verkehr gebracht werden. Außer wenn es zumindest mit 15% hochwertigem Öl als Farb- Geruchs- und Geschmacksträger verschnitten wird. Und voilá! Fertig ist das "Italienische Olivenöl", dass uns Konsumenten sodann preisgünstig um € 2,90 die Flasche zum Kauf angeboten wird. Reiner Konsumentenbetrug, aber mit EU-Normen, die von der Nahrungsmittelindustrie diktiert werden, abgesichert. Es sollte daher nie ein lediglich als nur "Olivenöl" gekennzeichnetes Produkt gekauft werden, da es sich dabei fast immer um Verschnitte mit Rückstandsöl oder Haselnussöl und dgl. handelt. Für bessere Qualität und Zuverlässigkeit sorgt hingegen der Zusatz "Extra Vergine" (der nur bei Reinheit verwendet werden darf, aber auch Vermischungen mit verschiedenen Olivenölen unterschiedlicher Qualität ermöglicht) und noch besser eine ausdrücklich angegebene Herkunft. Derartige hochwertige Öle sind normalerweise in Supermärkten kaum unter € 14.- pro Liter (!) zu erhalten. Der zakynthische Olivenölbauer sah heuer davon nur € 1,80.- pro Liter sowie eine EU-Stützung von € 1.- pro Liter. So schaut's aus. Alleine die Produktionskosten von hochwertigem Öl betragen zwischen € 6.- bis € 8.-. Dem Bauer bleibt daher nur die Wahl, entweder Ölsklave für Großkonzerne, die den Markt fest im Griff haben, zu sein oder den Weg des schwierigen Direktmarketings zu gehen, für das aber unvorstellbare und kostspielige bürokratische Hürden zu durchlaufen sind. In dem kleinen zakynthischen Bergdorf Kiliomeno, das für seine hervorragenden Produkte Insel weit bekannt ist, will eine Gruppe von engagierten Frauen nicht mehr bei diesem bösen Spiel mitmachen. Sie haben sich in einer Kooperative zusammengeschlossen, die mittlerweile mehr als 40 köstliche Produkte aus der hervorragendenm - zumeist biologischen - Landwirtschaft produziert und in liebevoller Aufmachung direkt vermarktet. Von köstlichen Kräutern, Tees, Salben, Rosinen, Brot, Süßspeisen, Meersalz, Weinen, Likören, Seifen, diversen Käsen, Marmeladen, kandierten Früchten bis hin zum - "Extra Vergine Olivenöl", von dem die Konsumenten genau wissen, aus welcher Region und von welchen Bäumen die Oliven gewonnen werden. Auch in Vasilikos hat sich der Jungunternehmer und Spross eines alten Adelgeschlechts, Dionisis Logothetis erfolgreich auf den Weg zur biologischen Olivenölproduktion gemacht. Erst wenn man/frau die originalen Öle der Insel verkostet hat, ist erkennbar, welche himmelhohen Qualitätsunterschiede bestehen, die auch einen höheren Preis mehr als rechtfertigen. Einige dieser Öle werden mittlerweile schon online und bequem via Internet bestellbar angeboten. Ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung, der vollste Unterstützung - die man zudem auch noch herrlich genießen kann - verdient. Kali orexi mit zakynthischen Produkten.

Montag, 2. Juli 2012

Montmatre-Stimmung in Vasilikos


Wer kennt es nicht, das entzückende alte Pariser Künstlerviertel mit seinen kleinen Cafés und Nachtlokalen, wo sich einst Maler, Literaten, Musiker und Philosophen aus aller Welt die Nächte um die Ohren schlugen. Dieses kosmopolitische, künstlerische Flair war auch am Freitag in Yannis Coffehouse, dem abendlichen "Wohnzimmer" der SOAK-Community zu spüren, als sich dort vier wunderbare Künstler zu einem spontanen Konzert zusammen fanden. Als Valerie, die in Frankreich und Österreich lebende bekannte Sängerin und Chansonette mit der französischen Version von "Besame mucho" den Abend eröffnete, wurde es augenblicklich mucksmäuschenstill. Denn solche feine Tunes laden einfach zum puren Musikgenuss ein. Noch dazu, wenn die Begleitung auf zwei Gitarren - die eine linkshändig, die andere rechtshändig bespielt - derartig hochwertig war. Die Saiten wurden nämlich virtuos von Lukas Hillebrand - Sänger ("Tyler"), Composer & erfolgreicher Musikproduzent - und seinem auf Urlaub in Vasilikos weilenden Freund Severin Trogbacher - u.a. "Leibgitarrist" des legendären Hubert von Goisern - gezupft. Zu diesem Trio gesellten sich dann noch der jamaikanische Tänzer und Musicaldarsteller Blair Darby mit Rolling Stones, Pink Floyd und Rocky Horror Picture Show - Songs. Auch unsere Fotografin Petra Benovsky ließ mit erstaunlichen Gesangskünsten aufhorchen und Maler Christian Eckler sorgte mit einem umgedrehten Kochtopf für dezente perkussive Untermalung. Van Gogh, Picasso, Lautrec, Sartre & Woody Allen hätten jedenfalls ihre Freude an diesem musikalischen Ohrenschmaus gehabt, insbesondere als Valerie "La Vie En Rose", eines der berühmtesten Chansons der unsterblichen Edith Piaf, interpretierte. Gleich, ob sich derart Schönes und Stimmungsvolles in einem Cáfe hoch über den Dächern von Paris oder in einem Cafenion in Vasilikos ereignet. Es zählt lediglich der Augenblicks und den genossen die Sommerakademiker/innen und viele andere Gäste in vollen Zügen - Merci beaucoup á toutes les artistes - c'etait vraiement magnifique!!!!! Se efxaristoume para poli!