Sonntag, 12. August 2012

Junge Talente in der Sommerakademie



Die Acrylmalerei erfreut sich in der Sommerakademie schon seit mehr als 15 Jahren großer Belietbheit und hat sogar schon zahlreiche Talente ans zakynthische Tageslicht gebracht oder sogar Teilnehmer/innen zum weiterführenden Studium an diversen Kunstschulen oder Universitäten bewogen. Immer wieder hört man aus Künstlerkreisen etwas abfällige Bemerkungen über Menschen, die sich in ihrer Freizeit und als Hobby mit Malerei oder diversen anderen Kunstrichtungen auseinander setzen, dies aber gar  nicht unter Erwerbsaspekten tun. Zuletzt etwa der bekannte österreichische Maler und Grafiker Herwig Zens, der sich in einer Filmdokumentation zum Thema Farbe über "Hausfrauen" mokierte, die an diversen Kurseinrichtungen Malkurse besuchen würden, aber von Kunst überhaupt nichts verstünden. Seiner Ansicht nach entstünde Kunst nur aus Leidensdruck, der wahre Künstler müsse dramatische und qualvolle Lebensmomente durchlaufen, um immer wieder aus sich selbst schöpfen zu können und dgl. Dies habe nichts mit Lust und Spaß und schon gar nichts mit Urlaubsvergnügen zu tun. Derartige - zumeist aus dem frustrierten Mund von Künstlersenioren stammende - verzopfte Ansichten vermögen wir hier nicht zu teilen. Sie entstammen einem schon längst überholten "Unterrichtsdrilll- und Leidenmüssen-System", was auch die jüngsten Erkenntnisse der Neurobiologie eindrucksvoll bestätigen. Die Hirnaktivität wird besonders - und auch bis in das hohe Alter hinein - durch lustvolle Lernanreize gesteigert, was natürlich auch andere und kreativere Unterrichtsmodelle und pädagogisch kreative Lehrende erfordert. Die Sommerakademie ist seit Jahrzehnten der lebendige Beweis dafür, dass in jedem Menschen erhebliches kreatives Potential vorhanden ist und dieses selbst in kürzester Zeit im richtigen Umfeld und mit einfühlsamer und anregender Begleitung zu Tage gefördert werden kann. Menschen, die in ihrer Bereitschaft, sich kreativ zu betätigen, nicht durch unkende Zurufe frustiert und traumatisiert werden (wie dies oft in unseren Schulen geschieht), sind zufriedenere, entspanntere und glücklichere Menschen - gleich ob sie nun mit der von ihnen praktizierten Kreativität ihren Lebensunterhalt verdienen (müssen) oder nicht. Im Besondern gilt dies für die Bereiche Musik, Theater und Malerei.

Das obige Bild des SOAK-Hundes "Gina" wurde übrigens von einem 12-jährigen Mädchen gemalt, das seit vielen Jahren mit ihrer Familie in die SOAK kommt und zudem in ihrer kreativen Entfaltung durch zahlreiche andere privaten Malkurse gefördert wird. Leo - so der Name der jungen Malerin - liebt ganz besonders die Tiermalerei. Stundenlang sitzt sie ganz versunken vor der Staffelei und bringt Pferde, Esel, Katzen und sonstige Tiermotive kunstvoll auf die Leinwand. Niemand korrigiert sie hier mit erhobenem Zeigefinger, kritisiert sie in verletzender Weise oder zwingt sie, Dinge zu malen, die sie nicht will. Genau so interessiert sich das quirlige Mädchen aber auch für Tanz, Theater und Musik. Um solche hervorragenden Talente auch weiterhin zu unterstützen, wird die SOAK ab nun Kunststipendien für ihre jungen Teilnehmer/innen vergeben. Und Leo ist die erste SOAK-Stipendiatin für 2013! Wir gratulieren!
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